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Lässt sich die Qualität eines Albums daran messen wie gut seiner Band die Coverversion eines eigentlich meilenweit entfernt stattfindenden Musikerkollegens gelingt, dann meldet sich Cloud Rats zweiter regulärer Langspieler unmittelbar zur glorreichen Meisterleistung an. Und selbst wenn sie die Eingangsthese als Nonsens erweist: mit 'Moksha' sollte sich für das Trio aus Michigan die Genre-Krone des Jahres ausgehen.
Hymnen, Hits und Ohrwürmer aus allen Rohren: Biffy Clyro sind längst die größte kleine Rockband des Planeten - an der jeder teilhaben darf und kann. Vor der inhomogenen Fanmasse des Gasometers beschließen die drei Schotten ihre aktuelle Arena-Tour jedenfalls fulminant.
Dass die vollmundigt betitetlte 'The Marshall Mathers LP2' tatsächlich das beste Album des Rappers seit gut einem Jahrzehnt darstellt muss in diesem Kontext freilich nichts mehr bedeuten: Eminem legt sich die Latte für sein achtes Studioalbum mutwillig hoch und scheitert aus verschiedenen Gründen an der selbstauferlegten Bürde dem Meisterwerk von 2000 endlich einen würdigen Nachfolger zu schenken.
Bethany Cosentino und Bobb Bruno kehren (mehr oder minder) wieder zu dem Format zurück auf dem der gute Ruf der surfenden Sunshine-Popper Best Coast begründet liegt. Mit Erfolg: die kompakte Plattform steht dem Duo aus Los Angeles schlichtweg besser.
2013 ist das Jahr der großen Jubiläen für Ben Gibbard: neben der The Postal Service Wohltat 'Give Up' feiert auch das vierte Studioalbum von Death Cab for Cutie seinen zehnten Geburtstag. Die Anniversary Edition von 'Transatlaticism' ist dann aber eigentlich für jeden ein guter Grund zum Feiern.
Pearl Jam rocken auch auf 'Lightning Bolt' wieder stilvoll gegen das Älterwerden an: abwechslungsreicher und tiefgründiger als das enttäuschend aus der Hüfte geschossene 'Backspacer', aber deswegen nicht besser zum Klassiker geeignet. Eine souveräne Angelegenheit ohne magische Momente, routiniert mit der gewohnten Klasse nach Hause gespielt.
Dylan Mills wurde ja mit jedem seiner Alben zugänglicher und hat dazu nie einen Hehl daraus gemacht, dass seine einzigen Interessen einzig bei Money, Girls, Cash and Cars liegen. Das entschuldigt allerdings nicht, dass der die Alben von Kanye West und Jay Z brav abwartende Dizzee Rascall beim Versuch sich auch die neue Welt untertan zu machen vollends dem Mainstreamgeschmack prostituiert.
Seine Kirchengemeinschaft prangert neben stilisierter religiöser Symbolik am Cover, die Songs tragen Titel wie 'Come Lord Jesus', 'God is Good' oder 'O God': Ex-Thrice-Frontmann Dustin Kensrue lässt auf seinem (je nach Zählweise) dritten Soloalbum von vornherein keine falschen Erwartungen aufkommen.
Die Followill-Bande hat eine Rückbesinnung auf ihre Frühphase für ihr fünftes Studioalbum versprochen. Gerade eine solche scheint mit dem nicht mehr verschwindenden Ballast der Mainstream-Verpflichtung für die Kings of Leon allerdings nicht mehr möglich zu sein. Weil das Quartett diese Tatsache aber im Gegensatz zum leidenschaftslos plätschernden 'Come Around Sundown' mit einer wiedererwachten Spielfreude kontrastiert, gelingt dennoch ein Comeback über den Erwartungen.
Das maschinellen 'Blues Funeral' im Rückspiegel lassend ist 2013 bisher vor allem ein umtriebiges Jahr der Kollaborationen für Raubein Lanegan. Vierzehn Jahre nach seinem ersten Coveralbum 'I'll Take Care of You' ändert 'Imitations' dies mit zwölf gefühlvollen Rückblicken auf prägende Songs aus Kinderjahren und ins Konzept passende zeitgenössische Favoriten von Dark Mark .


![Biffy Clyro, Dry the River [19.11.2013 Gasometer, Wien] Biffy Clyro, Dry the River [19.11.2013 Gasometer, Wien]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2013/11/Biffy-Clyro-Live-1.jpg?resize=205%2C205&ssl=1)







