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Daylight heißen nun Superheaven. Ansonsten bleibt für die Band mit dem Gespür für miese Bandnamen auch unter dem neuen Banner alles beim Alten - und die Neuauflage des bereits 2013 erschienene Debütalbum 'Jar' auch knapp 17 Monate nach seiner Erstveröffentlichung immer noch so überzeugend wie am ersten Tag.
Ein Album, das demonstrativ alle Last von den Schultern fegt, das viele dem New Yorker-Trio so wohl auch gar nicht mehr zugetraut hätten: Interpol behalten die Klangästhetik des sich selbst kasteienden (und gerne unterschätzten) Vorgängerbrockens bei, schreiben darunter aber so viele potentielle (Uptempo-)Singles wie seit 'Antics' nicht.
Sieben Jahre liegen zwischen 'Virulence' und 'Persuance', mit dem sich die designierte Supergroup um Russ Rankin 2014 eindrucksvoll auf der Bildfläche zurück meldete. Warum es überhaupt zu der langen Pause kam, den Bandmitgliedern auch ohne Only Crime nicht langweilig wurde und weswegen seine Stammband Good Riddance seit 2012 wieder existiert erzählt Rankin im Heavypop-Interview.
Daneben greifen kann die um Carson Cox und David Vassalotti zur vollwertigen Band ausgewachsenen Truppe scheinbar einfach nicht - weniger unmittelbare Euphorie als bisher entfachen dann aber doch: Merchandise fliegen auf ihrem Major-Einstand auf der ersten Blick gar zu reibungslos mit Autopilot durch die 1980er.
Mit grandiosen Einzelsongs voller hymnischer Spitzen und himmelschreiender Schönheit gelang es Dry the River 2012 aus der Masse des Indie-Folkrock hervorzustechen. Zwei Jahre später macht es sich die Band mit 'Alarms in the Heart' zumindest auf den ersten Blick selbst schwer dieses Kunststück zu wiederholen, indem die großen Ausreißer nach oben in eine ausgeglichenere Balance mit weniger überwältigenden Schwankungsbreite gebracht wurden.
Die politisch motivierten Punkrocker Anti Flag werden nach eigenem Ermessen 20, feiern die Feste wie sie fallen und warten deswegen mit ihrer ersten Werkschau (strategisch geschickt ins Sommerloch platzend) auch nicht erst auf die obligatorische Best-of-Saison rund um Weihnachten. Eine runde Sache.
Thrash-Metal als umgängliches und fanfreundliches Unterhaltungsprogramm: Metallica liefern in der Krieau trotz einiger Kratzer im Lack erwartungsgemäß adäquat und routiniert ab.
Über vier Jahre haben Flood of Red benötigt um ihrem Debütalbum 'Leaving Everything Behind' einen Nachfolger zu bescheren. Kein Wunder: derart schwer zu fassender, sphärischer Alternative Rock fällt einem nicht einfach so in den Schoß.
Seit die visionären Dälek sich 2011 offenbar dauerhaft verabschiedet haben ist die Szene im Wandel: von den längst mit permanentem Hype-Rückenwind dekonstruierenden Death Grips bis hin zu Kanye West, der mit 'Yeezus' zerschossenere Electrosounds im Hip Hop massentauglich machte, lernen nachrückende Kombos wie Odd Future oder Ratking von vornherein Konventionen genüsslich zu ignorieren. In genau diesem rücksichtslosem Feld der futuristischen Hip Hop-Grenzgänger richten sich nun alle Scheinwerfer auf Clipping..
Hot Water Music-Stimme Chuck Ragan macht im Rahmen seiner Tour zu 'Till Midnight' auch in der Arena Wien halt - und unterstreicht seinen Ruf als einer der großen Sympathieträger der Szene im Interview:







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