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Dieser Anachronismus will sich kein Ablaufdatum aufstempeln lassen: James Kent modifiziert den neondunklen Synthwave von Perturbator auf Lustful Sacraments mit einer essentiellen Post Punk- und Goth-Patina.
Wenn es einer Metal Spielart nicht an modernen Vertretern mangelt, dann dem seit Jahren in Mode gekommenen Death im weiterleitenden Spannungsfeld aus Tech-, Doom und Dissonant-Sprengmienen. Acausal Intrusion fühlen sich mit Nulitas als weiterer Tropfen in diesem überquellenden Fass wohl.
Remember Sports tollen ambitionierter und mit mehr Mannschaftgeist denn je über ihren Spielplatz aus nonchalanten Indie Rock-, flockigen Punk-, kumpellhaften Midwestern Emo- und griffigen Powerpop-Versatzstücken: Ja, Like a Stone korrigiert den ernüchternden Eindruck, den Slow Buzz vor drei Jahren hinterließ.
Selbst nach einem frühen Leak lag Sweep It Into Space trotz eines bereits Pandemie-bedingten Release-Aufschubes weiterhin monatelang in der Pipeline. Macht nichts: Alben von Dinosaur Jr. haben schließlich kein Ablaufdatum, richten sich nur nach ihrer eigenen Mode und kommen immer irgendwie genau richtig.
Auch wenn der Einstieg dies auf den Erstkontakt beinahe kaschiert, hält Still Woman Enough, das vierte in einer Reihe von fünf geplanten Alben, weitestgehend das beeindruckende Niveau, mit dem Loretta Lynn ihr Spätwerk zum schaulaufenden Triumphzug auslegt.
Nick Rennis kuratiert für den karitativen Zweck Ô: A Tribute Compilation to Ô Paon and Geneviève Castrée - eine Verneigung vor der vor fünf Jahren verstorbenen kanadischen Künstlerin mit teils doch überraschenden Gästen.
Bevor er in den kommenden Monaten noch den regulären Nachfolger zu seinem 2020er Hauptwerk Welcome to Hard Times folgen lassen wird, verneigt sich das nimmermüde Arbeitstier aus Dallas vor einem Idol und Freund - 10 for Slim: Charley Crockett Sings James Hand.
Steven Wilson widmet sich auf The Future Bites dem unkomplizierten, zugänglichen, leicht verdaulichen Pop. Das mag Puristen auf die Palme bringen - ist aber mit ein bisschen Abstand einfach nur ernüchternd okay.
Was im Film-Business längst Usus ist (und musikalisch selbst bei Taylor Swift in Mode kommt), funktioniert gewissermaßen auch für österreichischen Post Black Metal: Ellende verpassen ihrer 2014er EP Weltennacht mit Triebe einen Reboot.
Auch mit prominenten Gästen an Bord bleiben Mogwai wertkonservativ und haben mit (dem seinen Titel ideal wählenden, weil die Zuneigung für die schottische Instanz ansatzlos fortsetzenden) As the Love Continues ein überraschungsarmes und auch unspektakuläre Album aufgenommen - also ihr zehntes rundum tolles in Folge.










