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Bei Blink-182 könnte er von der Aushilfe zum Vollzeitmitglied werden, abseits davon hat sich für Matt Skiba seit 'Babylon' aber nicht großartig viel geändert. Dass er keine idealere Spielweise für seine Popambitionen finden wird als im Umfeld seiner Skeletons scheint der 39 Jährige für dessen Nachfolger allerdings verinnerlicht zu haben.
Stephen Bruner nutzt im Sog seiner Beteiligung an den jüngsten Alben von Flying Lotus, Kendrick Lamar und Kamasi Washington die Gunst der Stunde mit einem unverbindlichen Mini-Album, das in seiner eigenen Kontinuität schwebend jedwedes Zeitgefühl aufhebt.
Der Eintritt in das dritte Quartal 2015 könnte der Startschuss zu einem wahren Veröffentlichungsmarathon für Chino Moreno werden: Während das achte Deftones Album bereits in den Startlöchern scharrt, bringt der 42 Jährige auch seine seit fast einem Jahrzehnt ruhende Spielwiese Team Sleep wieder in Position.
Für den Rausschmeißer ihrer süchtig hinterlassenden Vorstellungs-EP prügelten Mutoid Man kurzerhand 'Don't Let Me Be Misunderstood' clever betitelt als 'Manimals' ein. 'Bleeder' verzichtet nun zwar auf sich derartig eindeutig verbeugende Kniffe, dennoch funktioniert das Debütalbum der zum Trio angewachsenen Allstarband nach den selben zugrunde liegenden Prämissen.
2002 war musikhistorisch betrachtet ein absolut großartiges Jahr. Mitverantwortlich dafür waren auch der damals als legitimier Bob Dylan-Nachfolger gehandelte Conor Oberst und das Erstlingswerk seiner Emocore-Plattform Desaparecidos.
Zwei verwandte Seelen ergänzen sich auf den 23 Minuten dieser 6 Song 10" auf erwartungsgemäß herzliche Art: Rocky Votolato und Chuck Ragan streifen jeder auf ihre Weise durch die jüngere Vergangenheit ihrer Folk- und Singer Songwriter Kunst.
Fünf Jahre nach dem schwächelnden 'Recitation' bewegen sich Envy zwar kaum einen Millimeter aus der eigenen Komfortzone, verdichten auf 'Atheist's Cornea' aber hinter einer bisher unbekannten Kompaktheit ihren etablierten Sound auf perfektionistische, beinahe schon zu glatte Art und Weise.
Refused drehen zur Selbstbestätigung nach der unsterblichen Kür eine überaus souverän zu gefallen wissende Ehrenrunde, die außer der Band wohl dennoch sonst kaum jemand gebraucht hätte: 'Freedom' macht (erstaunlicherweise) vieles richtig, nur um letzten Endes doch vor allem als enorm abivalentes Dokument des Scheiterns dazustehen.
Beeindruckt nun die enorme Stilvielfalt, mit der Everything Everything die Dinge knackig und hibbelig halten mehr - oder die Qualität, die hinter dem unterhaltungstechnisch unmittelbar zündenden Songwriting steckt? Fakt ist: In beiden Punkten sind die Briten der Indierock-Kollegschaft mit 'Get to Heaven' mehr denn je zwei Schritte voraus.










