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Die versammelten 54 Minuten auf 'Hell or Highwater' werden bis auf weiteres freilich nichts daran ändern, dass man mit dem mittlerweile 54 Jährigen zuallererst Charaktere wie Fox Mulder, Agent Bryson oder Hank Moody verbindet, bevor man an den Songwriter David Duchovny denkt. Dennoch: Dieses Debütalbum ist ein erstaunlich solide abgehangenes Stück Middle-of-the-Road-Rock über den Erwartungen geworden!
Bell Witch werden auf 'Four Phantoms' zu Alchimisten des Funeral Doom: Mit vier ambitioniert-erschlagenden Songmonolithen von bis zu 23 Minuten Länge huldigen sie den Grundelementen Erde, Feuer, Wasser, Luft und hieven ihr Songwriting dabei freigeistig auf eine neue Ebene.
Wer seine Band nach einem der stärksten The National-Songs benennt und dann auch stilistisch keinerlei Bedenken hat sich in das Fahrwasser der Indielieblinge zu begeben, der lädt sich natürlich per se eine schwerwiegende Hypothek aufs Haus. The Slow Show überzeugen mit ihrem lange hinausgezögerten Debüt aus dieser schwierigen Ausgangslage heraus dennoch.
"Viel Spaß mit The Notwist. Die werden übrigens jeden Abend besser!" versprechen Aloa Input nach ihrem Set. Ist dem tatsächlich so, will man sich lieber gar nicht erst ausmalen, auf welchem Level die Weilheimer Institution um die Acher-Brüder da am Ende ihrer aktuellen Tour angekommen sein muss - denn schon in Graz ist deren Performance ein einziges, berauschendes Feuerwerk.
Courtney Barnett hat auf ihrem wunderbar slackerhafter umherstreunenden Debüt nicht nur den Albumtitel des Jahres auf Lager, sondern auch einige der schlagfertigsten Textzeilen der letzten Zeit. Dass das Songwriting an sich da nicht immer mithalten kann, ist deswegen auch beinahe halb so wild.
Prätentiös über das Ziel hinausschießende Hirnwichserei? Die Krönung des unsympathischen Hipster-Black Metal? Triumphale, perspektivenaufbrechende Konventionszertrümmerung? Oder gar der endgültige Todesstoß für true Genrepuristen und den szeneallgegenwärtigen Post-Modetrend? Wahrscheinlich von allem eine gehörige Menge. Fakt ist: Liturgy ziehen die Gräben zwischen den Fronten ihrer Anhänger und Verächter noch tiefer.
Ein Jahr nach dem Floor-Comeback 'Oblation' ist das vierte Studioalbum nun entgegen seines Titels alles andere als ein Zeitpunkt für rebootende Neustart-Gedanken bei Torche. Viel eher gewichtet Steve Brooks' Hauptband die klassischen Zutaten ihrer Sludgemonstren nur marginal neu, zieht die Schrauben damit allerdings abermals effektiv enger.
Mit der Unterstützung von The Haxan Cloak und Senkrechtstarter Arca findet Björk durch die Trümmer ihrer Langzeitbeziehung zurück aus den verkopften Umlaufbahnen der letzten Studioalben. Endlich funktioniert ein Album der Isländerin auch wieder auf emotionaler Ebene.
Dylan Carlson hat gut lachen: 'Primitive and Deadly', das achte Studioalbum seiner Band habe in einer Woche mehr Einheiten verkauft, als alle anderen Veröffentlichungen von Earth davor zusammengenommen - erzählt der 46-Jährige zumindest. Was irgendwo verdammt unglaubwürdig klingt, ist aber vielleicht ein Grund weswegen man Carlson selten so locker und gut aufgelegt wie beim ersten Graz-Gastspiel seiner Institution gesehen hat.
"Es ist einfach toll, dass die Zukunft der heavy Rockmusik dort stattfindet, wo es eine klare Metal-Ästhetik ohne Gitarren gibt." reflektiert Kayo Dot Mastermind Toby Driver über 'Want', das zweite Studioalbum von Wreck and Reference. Tatsächlich hat das kalifornische Duo Ignat Frege und Felix Skinner darauf ihren absolut eigenständigen Sound perfektioniert, einen so beklemmenden und schizoiden wie beunruhigend anziehenden Malstrom geschaffen, der mit seiner intensiven und abgründigen Atmosphäre eine verstörende Faszination entfaltet. 'Want' ist seiner Zeit dabei vielleicht wirklich voraus - im Hier und Jetzt aber das betörend lauernde Monster in der Finsternis unter dem Bett der Genregrenzen.




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