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Der Vorgänger 'Bitter Drink, Bitter Moon' war seinerzeit die dritterfolgreichste Kickstarter-Aktion überhaupt - 'Big Dark Love' lukrierte im Vorfeld sogar ganz mühelos nochmal um 100.000 US-Dollar mehr. Seit sich Murder by Death auf den Crowdfunding-Weg begeben haben, läuft es wie am Schnürchen für die Band aus Bloomington. Vielleicht sogar glatter, als es ihren Songs gut tut.
Natalie Prass ist unglücklich und lässt einem dabei mit ganz wundervollen Songs zwischen Pop, Soul und Americana das Herz aufgehen. Großes Beziehungskino im Breitwandformat, wohldosiert inszeniert und elegant umgesetzt. Kaum zu glauben, dass es sich hierbei um ein Debütalbum handelt.
Ganz viel Amore in Graz, denn: Wanda auf Platte sind brillant, Wanda auf der Bühne sogar noch besser. Wo nahezu jeder der Song zur frenetisch gefeierten Hymne wird, bleibt eigentlich nur die Frage offen, wo für diese Band überhaupt die Grenzen nach oben sein sollten.
California X haben bei der Auswahl des Plattencovers durchaus selbstreflektierende Analytik unter Beweis gestellt: anstatt hemmungslose J. Mascis-Gitarren vor die sengende Sommersonne zu halten, fiebern die Kalifornier nun gemäßigteren, dunkleren Nächten entgegen. Vor allem aber zeigt das Zweitwerk eine Band auf der Durchreise: das Licht am Ende der Strecke ist zwar in Sichtweite, auf 'Nights in the Dark' allerdings auch noch nicht erreicht.
Die überschäumende Aufmerksamkeit, die Sleater-Kinney nach knapp zehn Jahren Auszeit derzeit lukrieren, kann einen selbst angesichts dieser 10 Hits in 33 Minuten ein klein wenig überraschen, macht das Trio doch genau genommen kaum etwas anders als auf den sieben Studioalben davor. Eine Dekade nach 'The Woods' scheint die Riot Grrrl-Institution den Puls der Zeit dennoch knackiger zu treffen als je zuvor.
"They changed my purpose" singt ein melancholischer Mangan gleich im eröffnenden 'Offred', vor geloopten Soundchleifen und knisternder Elektronik, einem verträumt torkelnden Analog-R&B-Rhythmus und perlenden Gitarren, die sonst nur Vondelpark mit einer derart wunderbar schimmernden Unterwasser-Ästhetik von Radiohead adaptiert haben: 'Club Meds' nicht als Soloalbum des einstigen (?) Vorzeige-Neo-Folkis aus Kanada firmieren zu lassen, sondern seine Band mit aufs Cover zu holen, ist tatsächlich kein Lippenbekenntnis, sondern nur die Spitze eines stilistischen Paradigmenwechsels.
With Black Map, Mark Engels rediscoverd his joy in pure rock – as much is clear on every second of '…And We Explode': snappy riffs, a tightly fitting groove, and theoretically always in spitting direction of bombast.
Mark Engles hat mit Black Map die Lust am puren Rock wiedergefunden - das hört man '...And We Explode' zu jeder Sekunde an: die Riffs knallen, der Groove sitzt passgenau, der Bombast ist theoretisch stets in Reichweite.
Soundgarden haben es seit jeher verstanden auszusieben und ihr bestes Material entsprechend auf den regulären Studioalben in Szene zu setzen. Dennoch ist die Raritätensammlung 'Echo of Miles: Scattered Tracks Across the Path' ein endlich wahr gewordener Fantraum.
'Nothing has changed' will als allumfassende Werkschau den Spagat zwischen reichhaltigem Schnupperprogramm für Bowie-Neulinge und vereinzeltes Schmankerlauftrumpfen für Langzeitfans wagen. Letztendlich spielt die bis zu 59 Songs starke Sammlung zwar vor allem erster Fraktion in die (Weihnachtsmarkt-)Karten und lässt Hardcore-Fanatiker mit der Nase rümpfen, präsentiert sich mit erschlagender Quantität darüber hinaus allerdings doch als durchaus rundes Gesamtpaket.



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