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"Ich möchte lieber ein kleiner Teil von etwas Großartigem sein als ein großer Teil von einem Haufen Scheiße" meinte Joshua Homme um die Veröffentlichung der Songs for The Deaf. Der 40 jährige bleibt als alleiniger Strippenzieher dem einstigen Vorsatz zwar auch auf ...Like Clockwork nur bedingt treu, setzt seine nahezu unüberschaubar ausführliche und prominente Gästeschar aber so gelungen und kurzweilig in Szene wie lange nicht mehr.
Ist 'It’s Up To Emma' das verträglichere Grunge-Album geworden, dass auf den metallenen Parcours 'The Calcination Of Scout Niblett' zwangsläufig folgen musste? Eine zugängliche Rückbesinnung? Oder doch das bisher persönlichste, vielleicht sogar romantischste Werk von Emma "Scout" Niblett? Die Wahrheit liegt letztendlich wohl irgendwo dazwischen.
Die Blogosphäre ist in leiser Aufregung, das Hypebarometer schlägt aufgeregt aus: Wampire, so heißt es, muss man 2013 auf dem Radar haben. Diesen Wirbel rechtfertigt 'Curiosity' dann als souveräne aber wenig herausragende Genremischkulanz nur im Ansatz.
Beinahe ein Jahrzehnt ist seit dem letzten regulären Daft Punk-Werk verstrichen. Kein Anlass für Ausblicke in die Zukunft der elektronischen Musik - vielmehr setzen sich die Disco-Roboter Thomas Bangalter
Guy-Manuel de Homem-Christo als chronistische Anbieter von zweckdienlich Spielwiesen in Szene.
Der vielbeschäftigte Mikal Cronin zerbricht sich auch auf seinem zweiten Album den Kopf mit allgemeingültigen Existenzfragen und findet die Antworten darauf gleich selbst: in leichtfüßig rockenden Powerpop-Songs für einen unbeschwerten Sommer.
Man hört 'Modern Vampires of the City' die Kraftanstrengung gegen das Vermächtnis des prägenden 2008er Debütalbums anspielen zu wollen deutlich stärker an als dem 3 Jahre alten Vorgänger 'Contra'. Unter der zerrissenen Fassade eines zusammengewürfelten Patchwork-Albums steht dabei trotzdemverrückter und unheimlich smarter Indiepop, der zwischen Vergangenheitsbewältigung und Aufbruchsstimmung niemandem wehtun wird.
Obaro Ejimiwe alias Ghostpoet macht im stillen Kämmerlein dort weiter, wo ihm das überraschende Debütwerk 'Peanut Butter Blues and Melancholy Jam' begeisterte Kritiken und eine Mercury Prize Nominierung beschert hat. Dem hypnotischen Beat-Rausch 'Some Say I So I Say Light' geht auf die volle Distanz von 53 Minuten leider dennoch gelegentlich die Luft aus.
Savages fordern 'Silence Yourself', eröffnen mit dem Befehl 'Shut Up' und plakatieren am Albumcover ihr eigenes Pamphlet: "If the world shut up even for a while/ Perhaps we would start hearing the distant rhythm of an angry young tune - and recompose ourselves". Das Damenquartett aus London weiß eben, wie man sich nicht nur effektiv in Szene setzt, sondern sich auch nachdrücklich Gehör verschafft: mit packend im Wirkungskreis von Wave-Veteranen und kantigen um sich schlagenden Ohrwürmern.
Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Refused-Reunion alles andere als eine seelenlose Gelddruckmaschine geworden. Das Thema Vergangenheitsbewältigung wird jedoch nicht vorschnell zu den Akten gelegt: Dennis Lyxzén verschafft sich auch ohne dem ausgestiegenen David Sandström mit einigen Kumpels aus Umeå auf dem zweiten AC4-Album in jenen Hardcore-Gefilden Luft, für die er nach 'Songs to Fan the Flames of Discontent' derart unkompliziert aufdrehend sonst nur noch auf 'AC4' von 2009 Muse fand.
Wo andere Bands Platten mit doppelter Länge als EPs deklarieren drischt die Cave-In Nebenbaustelle Zozobra als drittes Album eine sludgehaltige Wutbombe aus dem Bauch, die kaum 15 Minuten braucht um Tod und Teufel in die Welt zu kotzen.










