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Nachdem es 2016 veröffentlichungstechnisch eher ruhig um die Grind-Grenzgänger von Cloud Rat war, soll sich dies in den kommenden Monaten drastisch ändern: Den Beginn einer ausfpührlichen Split-Staffette macht dabei die Kooperation mit den UK-Kollegen von Moloch, die zudem einmal mehr demonstriert, dass Cloud Rat Experimente in der Kampfzonenerweiterung besser beherrschen, als ein Gros des Genres.
Auch auf seinem dritten Soloalbum tobt sich Thundercat Stephen Bruner als der unzähmbar bunte Hund der Brainfeeder-Truppe aus: Drunk zerfasert es genüsslich unfokussiert zwischen angedeutetem Genie, prätentiöser Nebensächlichkeit und exzentrisch zelebrierten Unsinn.
Knappe drei Jahre nach der EP-Debüt und einer Feinjustierung im Klangbild später legen King Woman um Frontfrau und Bandkopf Kristina Esfandiari endlich ihr Debütalbum vor. Gutes Timing, nachdem unlängst Eight Bells, Worm Ouroboros oder SubRosa mit ihren jüngsten Alben bereits für eine kleine Renaissance des weiblich geprägten Dooms sorgten.
Trommelmonster Kenneth Kapstad ist bei Motorpsycho raus, deren Bent Sæther hat wiederum seinen Posten bei Spidergawd geräumt. Dass die Verbindungen zur norwegischen Prog-Institution gekappt wurden, hört man den weiterhin vor Spielwut überschäumenden Mannen um Per Borten auf ihrem mittlerweile vierten Album im vierten Jahr nun auch durchaus an: Ein Paradigmenwechsel!
Kann pure Konsequenz auch eine Form der Eigenständigkeit sein? Egal. Wiegedood, das belgische (Post) Black Metal-Destillat aus dem Dunstkreis rund um die Church of Ra, führt mit De Doden Hebben Het Goed II seinen Vorgänger jedenfalls auf nahezu jeder erdenklichen Ebene schlüssig fort.
Während Mandy Moore sich in das vor Emotionalität übergehende NBC-Melodram This is Us stürzte, laboriert Ryan Adams immer noch an einem gebrochenen Herzen und verarbeitet die Scheidung mittels eines zutiefst traditionellen Breakup-Albums.
Auch zwölf Jahre nach dem weiterhin seinen Schatten werfenden Debütalbum lässt sich Alec Ounsworth nicht unterkriegen und manövriert seine - dank Bassist/Produzent Matt Wong zumindest auf dem Papier immer noch als eine solche durchgehende - Band Clap Your Hands Say Yeah auf The Tourist wieder zurück in weniger elektronische Gefilde als zuletzt. Und damit auch näher hin zu alten Stärken.
Wer die Schönheit von The Antlers bereits am Maximum der dezent schwelgenden Subtilität verortet hat, wird vom so vergänglich schwebenden Impermanence nun tatsächlich eines Besseren belehrt: Zauberstimme Peter Silberman hat mit seinem ersten Soloalbum ein minimalistisches Stück Indie-Reduktion im Geiste Jeff Buckleys aufgenommen.
Dem Hype um Culture, das Zweitwerk von Quavo, Takeoff and Offset konnte man sich vorab kaum entziehen - spätestens nicht, als Donald Childish Gambino Glover im Zuge der absolut verdienten Golden Globe-Auszeichnung für das großartige Atlanta die Vorabsingle Bad and Boujee als besten Song aller Zeiten pries und Migos als die Beatles dieser Generation feierte.
Mit ihrem so grandiosen - wie stilistisch unkategorisierbaren - offiziellen Debütalbum Ujubasajuba segelten Kairon; IRSE! noch weitestgehend unter dem Aufmerksamkeitsradar hindurch (Sollte dies der Fall sein: Unbedingt im Bandcamp der Finnen vorbeischauen!). Ohne, dass das Quartett aus Seinäjoki sich mittlerweile gravierend handlicher präsentieren würde, könnte sich dies dem (je nach Zählweise) Zweitwerk Ruination nun möglicherweise allerdings ändern.










