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Was haben Fiona Apple, DMX, Neurosis und Pig Destroyer gemeinsam? Auf den ersten Blick natürlich nichts und auch auf den zweiten abseits ihres Musikerdasein wenig, aber richtig: 2012 haben sie alle – oder werden zumindest noch - nach zumindest einem halben Jahrzehnt Wartezeit wieder neue Alben veröffentlicht. Und natürlich, die Zeit, in der Musiker mehrere Veröffentlichungen pro Jahr hatten, ist spätestens seit den 80ern bis auf wenige Ausnahmen ohnedies vorbei - manch eine Veröffentlichung lässt trotzdem verdammt viel Zeit.
Dass es der Nachfolger zum vielgepriesenen 'Paupers Field' schwer haben würde war klar. Ob es jedoch dessen Last ist, unter der 'Cast the Same Old Shadow' nun in die Knie geht, bleibt zu bezweifeln.
Wenn ein Album mit Warnhinweisen verkauft wird, kann das schnell einmal als plakative Affektiertheit abgetan werden. Bei der Fortsetzung von Dan Barretts abgründigen Projekt Giles Corey darf man hingegen von einem wohlgemeinten Ratschlag sprechen.
Kaum jemand versteht Postrock so sehr als Soundtrack fürs Kopfkino wie Mono. Auf ihrem sechsten Studioalbum schmelzen die Japaner ihre filigranen Gitarrenlandschaften und wellenförmigen Songs nun endgültig in orchestrale Scoreflächen.
All die gute Laune am Strand, spaßige Yachturlauben und munteren Segelturns mit Freunden, mediterane Entspannung an der Strandbar? Jens Lekman liefert auf seinem langerwarteten dritten Studioalbum wieder den bodenständigen Soundtrack für unwirkliche Sommerszenarien mit dunklen Wolken im Hintergrund.
"Wer sich jetzt noch umdreht, ist selber schuld/ Wer nun noch zurückblickt, hat uns nicht verdient." Und tatsächlich: die musikalischen Hochleistungssportler The Hirsch Effekt übertrumpfen mit der "Höher/Schneller/Weiter"- Taktik ihr fassungslos hinterlassendes Debütalbum tatsächlich noch einmal um ein Eck.
Auch wenn Scott Kelly seine Erfüllungsgehilfen auf Solopfaden mittlerweile zum Band-Appendix im Titel erhebt, ändert das wenig an den etablierten Gegebenheiten: die Neurosis-Legende spielt auch ihrem dritten Quasi-Alleingang tiefdunklen Knochenblues auf der Westerngitarre.
Weil sie während der Sessions zum letzten Album zuviel Material geschrieben haben, biegen die Red Hot Chili Peppers nun mit den ausgemusterten Songs im Single-Format um die Ecke. 'Strange Man' und 'Long Progression' sind der Startschuss für die neunteilige Veröffentlichungsorgie im kommenden halben Jahr.










