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Ein Vorwurf, den sich zwar auch die beiden Glanztaten Fur and Gold und Two Suns, vor allem aber das 2012 durchaus enttäuschende The Haunted Man gefallen lassen mussten: Es waren dann doch zumeist einzelne herausragende Song-Geniestreiche, die die bisherigen Studioalben von Bat for Lashes dominierten und prägten.
Umbrella Mistress positioniert sich als spätnächtliches Crooner-Album der aktuellen Veröffentlichungsserie irgendwo zwischen dem poppigen Corazones und dem knackiger zu Werke gehenden Rock von Blind Worms, Pious Swine, zieht aber letztendlich wie alle seine Vorgängerwerke sein eigenes Ding durch.
Wilco kultivieren auf ihre alten Tage eine angenehme kurzweilig aus der Hüfte geschossene Spontanität und servieren mit Schmilco quasi den akustisch reduzierter zu Werke gehenden Zwilling zu Star Wars.
Dass Will Sheff Away nur veröffentlicht hat, um die Kosten für die aufgefahrenen Streicherarrangements wieder hereinzubekommen, muss man wohl als geschickte Publicity abstempeln. Denn immerhin dürfte sich das achte Studioalbum vor allem rückblickend durchaus als wichtiger Scheidepunkt für den 40 Jährigen und Okkervil River erweisen.
Wenn Lautstärke zur physischen Präsenz wird, die bis ins Mark erschüttert; jeder Anschlag zur bedeutungsschweren Metal-Geste mutiert und Zeit ohnedies zum relativen Malstrom gerät - dann laden Sunn O))) zum puren Drone-Passionsweg.
Am Abgrund stehend nutzen die Mitglieder von Viet Cong die Umbenennung zu Preoccupations (und damit zur politischen Korrektheit) für einen beeindruckenden Neustart: Nie klang der "labyrinthine post-punk" der Kanadier besser, als auf ihrem zweiten Debütalbum.
Ausgerechnet im tristen Kingdom of Rust malt eine 25 Jährige die Bilderbücher der 1980er farbenfroher und kraftvoller aus, als alle anderen: Shura gelingt mit dem wunderbar funkelnden Nothing's Real das erhoffte Konsens-Popfeuerwerk.
Nach dem in die Fußstapfen großer Meister tretenden Kraftakt Primrose Green gönnt sich Ryley Walker zwar keine Pause, lässt die Dinge auf Golden Sings That Have Been Sung allerdings deutlich entspannter angehen. Das Drittwerk des früh formvollendeten 27 Jährigen ist sich seiner zeitlosen Klasse schließlich bewusst.
Wie wichtig Bruce Soords letztjähriger selbstbetitelter Soloausflug auch für die Entwicklung seiner Stammband war, zeigt sich auf dem neue Wege einschlagenden Your Wilderness unmittelbar: The Pineapple Thief waren niemals deutlicher Schmelztiegel aller Beteiligten, als auf ihrem elften Studioalbum.
Prokrastination, Publicitystunt und die Liebe zur Ausschussware: Während Frank Ocean die Veröffentlichung seines Zweitwerks Boys Don't Cry Blonde immer wieder bis an die Grenzen der Frustration verschiebt, hat der R&B-Meister die Zeit für ein Visual Album gefunden. Endless hinterlässt dabei jedoch den Eindruck einer ziellos dümpelnden Resteverwertung.





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