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Will Wiesenfelds fährt immer noch den Laptop hoch wenn er zu musizieren beginnt - komponiert seine in sich weilenden, abgründig dunkel schimmernden Synthie-Songs aber nun gesangslastiger, klarer strukturiert, griffiger: für 'Obsidian' hat der 24 jährige Baths in seine Version einer elektronischen Ein-Mann-Popband umgewandelt.
Alex Zhang Hungtai hat den Lost Highway verlassen der ihn auf 'Badlands' so erfolgreich auf heimgesuchte Nostalgie-Strände und verlassene Surf-Buchten geführt hat und driftet mit dem Doppelschlag 'Drifters / Love Is The Devil' lieber vollends in sein eigenes Universum ab.
Bosnian Rainbows ist nicht nur das Projekt, für das Omar Rodriguez-Lòpez The Mars Volta beerdigt hat: es ist die Band, die das Solo-Schaffen des Ausnahmegitarristen erdet und dem manisch getriebenen Diktator dabei das Prinzip einer künstlerischen Gemeinschaft anhand elf wunderbar unkonventionell-eingängiger Rocksongs im psychedelischen Wave-Gewand erklärt.
Der schwedische Produzent Hannes Norrvide alias Lust for Youth hat mit seinem dänischen Kompagnon Loke Rahbek im zweiten Anlauf über Sacred Bones Records einen aufgeräumteren Blickwinkel auf die dunkle Saat des unterkühlten No Wave-Synthiepop gefunden, die er im vergangenen Jahr auf 'Growing Seeds' ausgestreut hat. Die perfekte Aussicht entsteht dadurch allerdings nicht zwangsläufig.
Was hat das Montrealer Projekt Majical Cloudz mit Perfumed Genius, INXS, Doldrums, Liars und Twin Peaks-Bösewicht Windom Earle gemeinsam? 'Impersonator' gibt als berührendes Electro-Pop-Album darauf Antworten, lässt aber andere Dinge offen im Raum stehen.
Iceage-Sänger Elias Bender Rønnenfelt, Loke Rahbek (Sexdrome), Kristian Emdal (Lower) und Lukas Højland alias Vår gehen durchaus als Supergroup der jüngst für gewaltiges Aufsehen sorgenden Kopenhagener Punk-Szene durch. Weiter kommt einem das Quartett allerdings nicht entgegen.
'Get Disowned' bietet genug Qualität, um sich nicht gar nicht lange darüber echauffieren zu müssen, dass über ein Jahr vergangen ist, seit diese kratzbürstige, schräge, wunderbare kleine Plattenperle ihr US-Release erlebt hat. Besagte Qualitäten liegen natürlich vor allem an Frontfrau Frances Quinlan.
Das vierte Studioalbum - das erste nicht in Eigenregie veröffentlichte - von Valerie June wandelt wieder auf der Achse Nashville, Memphis, New Orleans und sollte der 31 jährigen mit der markanten Frisur endlich die verdiente breitere Aufmerksamkeit im Zuneigungsbereich zwischen Blues und Country sichern. Mit- (und um nicht zu schreiben: haupt) verantwortlich dafür: Black Keys-Mann Dan Auerbach.
Rika stemmen auf ihrem langsam herangewachsenen Debütalbum weitestgehend die Erwartungshaltungen, welche nach den beiden vorangegangenen, so famosen Split-Singles durchaus gestellt werden durften. Auf 'How To Draw A River, Step By Step'' fächert das Niederösterreichische Quartett seinen tief in den 90ern verankerten, zwischen Indie- und Emo pendelnden Rock sogar noch überlegter und akzentuierter auf als bisher.
Dass das fünfte Album von Evan Caminiti und Jon Porras unter dem kreativen Banner des "Doom Dub" angepriesen wird ist natürlich Unsinn, letztendlich aber auch nicht so weit von der Wahrheit entfernt wie man meinen möchte: Barn Owl haben sich und ihrem Ambient-Drone schließlich ein gehöriges Maß an Elektronik einverleibt.










