Suche nach: the hard quartett
Trommelmonster Kenneth Kapstad ist bei Motorpsycho raus, deren Bent Sæther hat wiederum seinen Posten bei Spidergawd geräumt. Dass die Verbindungen zur norwegischen Prog-Institution gekappt wurden, hört man den weiterhin vor Spielwut überschäumenden Mannen um Per Borten auf ihrem mittlerweile vierten Album im vierten Jahr nun auch durchaus an: Ein Paradigmenwechsel!
Wer rund um die medienwirksamen Meinungsverschiedenheit mit den Spacken von Asking Alexandria bloß einen brachialen Marketingstunt vermutet hat, der das erste Album der Extrem-Amalgamierer am Majorlabel publikumswirksam vorbereiten sollte, bekommt es nun dick serviert: Mit Forever prügeln Code Orange ihre rabiate Unangepasstheit kompromisslos auf das nächste Level und nehmen endgültig keine Gefangenen mehr.
Unglaublich aber wahr: Chavez haben sich offiziell nie getrennt, seit vor knapp 20 Jahren ihr zweites Studioalbum [amazon_link id="B0000036W6" target="_blank" ]Ride the Fader[/amazon_link] (und bis dato auch aktuellstes Lebenszeichen) veröffentlicht wurde und die ewige Nischensensation um Matt Sweeney danach in der Versenkung verschwand. Cockfighters wird an dem damals zementierten Status Quo der Band zwar wenig ändern, macht aber definitiv Lust auf mehr.
Abseits der regulären Studioalben gab es 2016 auch wieder einige herausragende Kurzformate. Ohne Reihung sollen auf besondere Schmankerl rückblickend noch einmal hingewiesen werden: Unsere 15 Most Valuable Extended Plays des Jahres - Split-EPs außen vor.
Honorable Mentions | MV(E)P | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 - 01 |
[mehr…]
Khemmis lösen auf Hunted alle Versprechen ein, die ihr bereits so formidables Debütalbum Absolution vor knapp 15 Monaten gegeben hat und ließen nicht nur Fans von Pallbearer oder Crypt Sermon mit der Zunge schnalzen: Besser als die Band aus Denver, Colorado hat im Jahr 2016 kaum jemand die Distanz von epochal-traditionellem Doom und großen Melodien mit einer derart heftig rockenden Wucht vermessen. Kein Wunder also, dass das Quartett mit seinem Zweitwerk letztendlich gar bis auf die Pole Position der Jahrescharts des Decibel Magazins vorgeprescht ist. In welche Sphären dieser unaufhaltsame Triumphzug angesichts der rasanten Entwicklung von Khemmis noch führen wird – schwer zu sagen. Es wird aber die reinste Freunde werden, diesem Beizuwohnen.
Im (bis auf Ausnahmen ala Cough und Conan) bisher eher unspektakulären Doomjahr 2016 sind es natürlich Pallbearer, die dem Genre doch wieder ein explizites Ausrufezeichen verpassen können: Fear and Fury markiert dabei aber nicht nur eine neuerliche Feinjustierung im Detail für das Quartett aus Little Rock.
Minor Victories erfüllen mit ihrem synergetisch in der Schnittmenge aus Shoegaze, Dreampop, Synthie- und Postrock wachsenden Monumental-Intimitäten die schnappatmenden Hoffnungen aus den Fanlagern aller Beteiligten - genau dort, wo man es erwarten durfte.
Erwartbar furios. Oder: Wer wäre besser dafür geeignet eine gnadenlose Lehrstunde in Sachen unerbittlich konsequenter Hardcore-Wirbelstürme zu geben, als eine arrivierte Szene-Supergroup rund um (ehemalige) Mitglieder von Touché Amoré, Against Me!, Slipknot, The Hope Conspiracy oder Trap Them?
Auch weil Spidergawd keine Zeit damit verschwenden müssen nach passenden Albentitel zu suchen und darüber hinaus offenbar über einen unerschöpflichen Fundus an hässlich-bezaubernden Artworks und (viel wichtiger noch) großartigen Songs verfügen, ist 'III' nicht weniger als das dritte brillante Album der Trondheimer seit 2014.









