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Auch wenn der Prince of Darkness beteuert, dass er aus eigenem Antrieb nicht aufhören kann, wirkt Ordinary Man dann doch auch wie ein kompetent aus seinem Umfeld kalkuliertes Album, das mit Hilfe eines hippen Produzenten noch ein (letztes?) Mal Kohle aus der Marke Ozzy Osbourne quetschen soll.
Der erste Sommer der neuen Dekade kann kommen. Auch weil Swimmer, das fünfte Album des harmonischen Duos Tennis, nicht vergessen hat, was für den Pop in der Vergangenheit gut funktioniert hat.
Nach den beiden digitalen, ohnedies ebenfalls sehr reduziert inszenierten Singles To the Wind und Gather My Thoughts aus dem vergangenen Jahr findet Chris Cresswell mit Feel sogar noch intimer zum minimalistischen One Week Record zurück.
Bambara nennen es mittlerweile Deathrock oder Cowpunk, meinen damit aber auch auf Stray eine absolut assoziativ verankerte Melange aus Postpunk samt Gothic-Flair und bluesigem Westernrock mit immanenter Todessehnsucht im Storytelling, das seine vor Schuld-und-Sühne schwellende Geschichten in der Mitternachts-Prärie von Brooklyn ausbreitet.
Psychedelischer Soul unter der wärmenden Texas Sun, ohne Ablaufdatum versehen: Leon Bridges kann mit den fantastischen Khruangbin als Backingband erstmals wirklich sein vorhandens Potential abrufen.
Mit dem Titel des Closers von Spinnin' - There Will Be No Show - haben Bastards of Soul in Zeiten eines globalen Konzert-Lockdowns prophetisches Potential bewiesen, ansonsten bewegt sich die Band auf Dallas auf ihrem Debütalbum allerdings authentisch in der Vergangenheit.
Splid gelingt, woran sich Kvelertak zuletzt innerlich zerrieben und auseinanderdividiert hatten: der Spagat zwischen Rückbesinnung, indem Album Nummer 4 wieder eher bei dem selbstbetitelten Debüt (2010) sowie Meir (2013) anknüpft, mit dem gleichzeitigen Blick nach vorne, indem die Ambitionen von Nattesferd (2016) in einen zwingenderen Kontext gesetzt werden.
Drei Jahre nach dem Debüt Soul Structure greifen die Briten von Higher Power nun für Roadrunner Records nach den großen aus der Zeit gefallenen Hardcore-Sternen. Die Referenzschleuder 27 Miles Underwater kann allerdings weder das hauseigene Niveau halten, noch zu den Labelkollegen von Turnstile aufschließen.
bi/MENTAL mag im vergangenen Jahr eine ziemliche Hit-or-Miss-Expedition gewesen sein, hat aber auch gezeigt, dass der Einschlag zu einer größeren Mainstream-Tragfläche keine schlechte Idee für die Entwicklung von Le Butcherettes ist. Don't Bleed konkretisiert die These sogar.
Wer genau hinter Fleshwater steckt ist noch offen. Fest steht aufgrund der Demo2020 nur, dass sich die Band aus Georgetown ganz fabelhaft im aus der Zeit gefallenen Dunstkreis aus Shoegaze, elegischem Metal und verhuschten Alternative Rock auskennt.










