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Okay, die Ende 2016 anhand von Varahtelija getroffenen Prognosen sind nicht eingetreten - der große Boom um Black Metal Bands, die wie Oranssi Pazuzu klingen wollen, lässt zumindest weiterhin auf sich warten. Macht aber nichts, so lange die Finnen selbst ihre originäre Genre-Melange weiterhin derart konsequent abliefern.
Sieben Jahre nach dem Ende der Post Metal-Macht erscheint retrospektiv das ebensovielte Livealbum von Isis. Aufgenommen auf der Tour 2010 in Australien knapp vier Monate vor dem finalen Gig in Montreal.
Und weiter geht es (digital via Bandcamp und physisch über Contraszt bzw. Halo of Flies) mit dem atemlos daherkommenden Reigen an Cloud Rat-Split-Veröffentlichungen im Jahr 2017. Nach dem imposanten Doppel mit Moloch diesmal im Verbund mit der Deutsch-Niederländischen Abrissbirne Crevasse - und wieder einer Überraschung als Rausschmeißer.
Das keuchende, hustenden, würgende Bestial Burden ließ Margaret Chardiet noch unter den Eindrücken der Gebrechen des menschlichen Körpers leiden, während Contact diesen physischen Ekel nun in der Transzendenz aufzulösen versucht. Stilistisch unterscheidet sich das dritte Pharmakon-Album damit nur in Nuancen von seinen Vorgängern - dies jedoch spürbar.
Spoon bleiben mit Hot Thoughts in gewisser Hinsicht die Zuverlässigkeit in Bandform, überrascht dann aber doch ansatzlos: Im 24. Jahr ihres Bestehens jongliert die Indie-Institution plötzlich so erfrischend wie selbstverständlich mit Funk-, Disco- und Synthiepop-Überbauten und macht Album Nummer 9 zum bisher sexiesten der Texaner.
Dass seit dem Vorgänger auch schon sage und schreibe elf Jahre vergangen sind, hört man Last Place kaum an: Jason Lytle und seine Mannen machen schließlich beinahe anstandslos dort weiter, wo sie mit Just Like the Fambly Cat 2006 aufgehört haben.
Der Name ist hier Programm: Venenum haben in den knapp sechs Jahren seit ihrer selbstbetitelten EP mit Trance of Death ein Debütalbum heraufbeschworen, das die Grenzen des Death Metal mindestens bis ins psychedelische Jam-Delirium ausbreitet.
Dass Mastodon Emperor of Sand je nach Version wahlweise auch mit Buntstiften ausliefern, spiegelt nicht nur den kruden Humor des Quartetts wider, sondern macht angesichts eines kompromisslos über die Ränder von Band-Vergangenheit und -Gegenwart zeichnenden siebenten Studioalbums auch irgendwie durchaus Sinn.
Auf In Mind greift der altbekannte Real Estate-Kunstkniff subtiler denn je: Da plätschert der Indie-Jangle-Pop unscheinbar und vermeintlich ambitionslos vor sich her, doch spätestens beim ersten sommerlichen Sonnenstrahl will man nichts anderes mehr hören.
Pallbearer verlagern ihren traditionell verankerten Doom-Metal mit dem Nachfolger zu den Meisterwerken Sorrow and Extinction und Foundations of Burden neu, bringen ihn scheinbar mühelos auf eine breitere und detailiertere, aber auch reibungslosere Basis. Heartless kann in dieser Ausrichtung das Niveau der beiden Vorgänger nicht restlos stemmen, ringt der weiterhin besten Band des Genres aber gerade dadurch faszinierende neue Facetten ab.










