Torpedo Holiday – Torpedo Holiday

von am 4. Januar 2013 in EP

Torpedo Holiday – Torpedo Holiday

Silvester ist tot, lang lebe der etwas andere Torpedo Holiday! Wenigstens sind die fünf Jungens aus dem hohen Norden Deutschlands im direkten Vergleich mit ihrer 4-Track-EP in puncto Mehrwert gegenüber der schnell ausgebrannten Neujahrsknallerei klar auf der Siegerseite. Zündet das Ganze wohl auch auf Albumlänge?

Innerhalb der alternativen Musikszene erfreute sich Post-Hardcore zuletzt großer Beliebtheit. „Den letzten Schrei“ gab es dank einer massiven Veröffentlichungsflut, aus der unter Anderem La Dispute, Title Fight, aber auch die kurze und knackige Refused-Reunion besonders hervorstachen, praktisch nie. Wo das Songmaterial der Kollegen oft Heil im ausladenden Befindlichkeitsallerlei sucht, treten Torpedo Holiday hingegen mit geradlinigem Deutschpunk vermehrt die Flucht nach vorn an. Als Referenz würde ich hier einfach mal die tadellosen Kaput Krauts anführen. Einem in die Ecke getriebenen Straßenköter gleich keift Frontmann Torsten ins Mikro und beißt der oberflächlichen und schnelllebigen Gesellschaft um ihn herum auf ‚Apropos Schweiz‚ oder ‚Falscher Rasen‚ ordentlich in den Hintern.

Überhaupt scheint das Thema Zeit im Liedgut der Hamburger eine große Rolle zu spielen. Ob sie selbige auf diesen gut 12 Minuten optimal genützt haben, ist Geschmackssache. Von vorhandenem Ideenreichtum zeugen einerseits die gelegentlich untergebrachten Discobeats. Aus denen ergibt sich dann aber auch eine Art Stop-and-Go-Dynamik, die nicht allen Nummern gut zu Gesicht steht, zumal die schleppenden Post-Hardcore-Elemente immer noch präsent sind im Punk-Geflecht.
Ich persönlich würde mir noch ein wenig mehr vom durchgezogenen Stiefel wie in ‚Haut euch selber‚ wünschen. Dann bin ich zuversichtlich, dass Torpedo Holiday auf ihrem Langspieldebüt aus allen Rohren feuern!

06

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