Oliver
Gerade wenn man zu jener Minderheit gehört, die die (hier ja eh immer noch wirkende) Entwicklung von Earl Sweatshirt nach dem (vorläufigen) Zenit I Don't Like Shit, I Don't Go Outside nicht bedingungslos abfeiert, ist SICK! ein absoluter Grund zur Freude.
Weniger enttäuschend als vielmehr überraschend, diese Gedankengänge rund um das Fermi Paradox: Auf Wit‘s End überzeugt Doom-Meister A.L.N. alias מזמור alias Mizmor gerade abseits seiner Kernkompetenzen.
2018 hat die (mittlerweile auch als Satanistin gefürchtete) Anna von Hausswolff mit ihrer Band vor Nick Cave & The Bad Seeds am wohl bekanntesten Jazz-Treffen der Welt gespielt - und begeistert. Dies lässt sich nun (weitestgehend) auf Live at Montreux Jazz Festival nachhören.
Und wieder mal so ein Session-Juwel aus dem qualitätsgarantierenden Studio in Chicago: Primitive Man on Audiotree Live bedeutet nihilistischen Doom Metal, Sludge und Noise im starken Sound.
Schon im Vorfeld war zu erwarten, dass The Armed mit ihrem Drittwerk durch die Decke gehen könnten. Ultrapop hat diese Aussicht bestätigt, ohne vollends die breite Mainstream-Masse abseits der Kernzielgruppe einnehmen zu können. In dieser Schiene legt Adult Swim Festival '21 nun nach.
Neoklassizistisch über kammermusikalische Field Recording-Schwaden gleitende Hintergrundmusik am Piano: Das Mysterium hinter Parannoul träumt als Mydreamfever von einem Rough and Beautiful Place.
Orchestrated Songbook: Paul Weller flaniert mit Jules Buckley und dem BBC Symphony Orchestra durch seinen zeitlosen Katalog und berücksichtigt dabei neben WENIGEN obligatorischen Klassikern und Standards vor allem Material der aktuelleren Studioalben.
Nach dem Zusammentreffen mit Celestial Sword gibt es noch ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk von Trhä: Auf Inagape bringt Thét Älëf seinem rohen Atmospheric Black Metal schon wieder neue Facetten bei.
Ein fast Kyuss‘esker Trip in die Heaviness des doomigen Stonerrock: Mephistofeles geben mit der räudigen Live-Platte Barely Alive! einen proaktiven Ausblick auf das kommende Studioalbum Violent Theatre.
„Braucht“ man selbst als unersättlicher Fan einen Instrumental Rough Mix von Human 2.0 - also einem der besten (wenn nicht sogar dem besten!) Grindcore-Album aller Zeiten? Eine Gretchenfrage, die spätestens dann keine Rolle mehr spielt, wenn an die wie immer herrlich enthusiastischen, in ihrer Begeisterung einfach ansteckenden Worte von Anders Jakobson dazu im Vault gelesen hat.










