Album
Dark Ambient mit doomigen Auswüchsen und Luft nach oben: Mizmor alias A.L.N. schließt sich für das Kooperations-Projekt Dialetheia hinter einem Emma Ruth Rundle-Artwork mit Andrew Black zusammen.
Nach 27 Jahren reaktiviert Shane Embury sein Napalm Death-Nebenprojekt Blood from the Soul mit neuer Besetzung: Für DSM-5 sind Converge-Frontmann Jacob Bannon, Megadeth-Drummer Dirk Verbeuren sowie Nasum-Bassist Jesper Liveröd mit an Bord.
Das versteckt platzierte Volume 2 im Artwork mag den Untertitel Explorations into Microtonal Tuning höchstens subtil in die Auslage stellen, dahinter ist die Agenda, die King Gizzard & The Lizard Wizard auf dem Quasi-selbstbetitelten K.G. verfolgen, jedoch absolut offenkundig.
Mint Field vertiefen nach dem Debütalbum Pasar de las Luces von 2018 auf Sentimiento Mundial ihre Odyssee durch die Weiten eines leicht psychedelischen Amalgams aus Dreampop- und Shoegaze-Konturen, stoßen dabei aber immer noch an ihre Grenzen.
Als (zumindest ursprünglich so gedachte) Coping Mechanisms einer gescheiterten Beziehung kann die dienstleistende Liedermacherin Tayla Parx auf ihrem zweiten Studioalbum zwischen Zeitgeist-R&B und Dance Pop diesmal zu wenig Relevanz als Performerin entwickeln.
Ohne lange Vorlaufzeit triumphiert der progressive Alternative Rock von In the Dead, Dead Wood gleichermaßen als impulsive Momentaufnahme mit raffinierter, Architektur, wie als Wurzelbesinnung ohne verklärenden Nostalgiefaktor.
Heavy Metal im Vikingerkostüm und Motörhead-Design: Erlend Hjelvik klärt auf seinem Solodebüt Welcome to Hel durchaus, wo sich seine Interessen mit jenen von Kvelertak und Djevel auseinander dividiert haben.
Abstrakter textend als sonst dem Existentialismus auf der Spur, verliert Aesop Rock sich auf Spirit World Field Guide in einer selbst erdachten Fantasiewelt. Man folgt ihm dorthin gerne, selbstverständlich (und notfalls auch mit exklusiver Überlebens-Ausrüstung).
Auch wenn der (immer noch mit vielen Fragezeichen ausgestattete) Weggang (?) von Brendan Setta nicht kompensiert werden kann, finden Nothing nach Dance on the Blacktop mit The Great Dismal nicht nur mit einem etwas annehmbareren Artwork, sondern auch der besseren (Alternative Rock-affinen) Produktion zurück in die Spur.
Zwei Jahre nach der nicht wirklich schlechten, aber dann eben doch deutlich schwächsten Eels-Platte, zeigt E mit einer versierten Routiniearbeit, dass er die konstante Qualität der 10er-Dekade nicht nur in das neue Jahrzehnt konservieren konnte.










