EP
Die Interims-EP 'Ho Un Gatto (Si Chiama Vendetta)' vereint 3 Songs, die konzeptionell nicht auf das selbstbetitelte Debütalbum der österreichischen Indie-Lieblinge Polkov passen wollten. Was dann aber eben so gar nichts über die Qualität dieser Nachzügler aussagt.
Das letztjährige 'The Take Off and Landing of Everything' hat Guy Garvey und seine Band zwar bis in die Straßenschluchten von New York geführt, für den nun folgenden Appendix rücken Elbow die Perspektiven allerdings wieder gerade: "All these promises of gold/ But where is my soul/ Overseas in England".
Jetzt endlich auch in physischer Form erhältlich und mit allerhand Zusatzmaterial aufgestockt: die erste Solo-EP des gefühltermaßen mit jedem Jahr immer umtriebiger werdenden I Am Heresy- und Boysetsfire-Sängers.
Cry-Baby ist ein Film von John Waters aus dem Jahre 1990 mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Gerade heute habe ich mir die Parabel eines Rebellen ohne Plan 'Into The Great Wide Open' von Tom Petty in Musikvideo-Form, ebenfalls mit Johnny in der Hauptrolle, zu Gemüte geführt.
Stephen Bruner nutzt im Sog seiner Beteiligung an den jüngsten Alben von Flying Lotus, Kendrick Lamar und Kamasi Washington die Gunst der Stunde mit einem unverbindlichen Mini-Album, das in seiner eigenen Kontinuität schwebend jedwedes Zeitgefühl aufhebt.
Zwei verwandte Seelen ergänzen sich auf den 23 Minuten dieser 6 Song 10" auf erwartungsgemäß herzliche Art: Rocky Votolato und Chuck Ragan streifen jeder auf ihre Weise durch die jüngere Vergangenheit ihrer Folk- und Singer Songwriter Kunst.
In den vergangenen vier Jahren sind vereinzelte Soundansätze von 'Voir Dire' zu einem dichten, dickflüssigen Genräu herangewachsen: Wer dachte, dass mit Will Haven bisher schon schlecht Kirschen essen war, dem nimmt 'Open the Mind to Discomfort' nun wohl endgültig alle Hoffnungen auf das Licht am Ende des Tunnels.
Die dringend nötige Pause nach dem allzu kuscheligen 'If Not Now, When?' hat Brandon Boyd und Co. gutgetan: Incubus haben ihre Gitarren (und Eier) wiedergefunden und anstelle der Frührente doch wieder Lust auf Rock. Jetzt fehlen eigentlich nur noch die wirklich starken Songs.
Die gemeinsame Tour 2013 räumte im Grunde bereits jegliche Zweifel aus: Die Chemie zwischen Touché Amoré und der Self Defense Family stimmt einfach. Dass sich die beiden Bands für eine schnell in Aussicht gestellte Kooperation jedoch nicht damit begnügen sollten nur gemeinsame Split-Sache zu machen, sondern gleich vollends zu einer 15 köpfigen Einheit verschmelzen sollten, damit musste man deswegen freilich dennoch nicht zwangsläufig rechnen.










