EP
Da mag das superb energisch eröffnende 'Blush' noch so hartnäckig, druckvoll und kehlig aus den Boxen preschen: es besteht mittlerweile kein Zweifel mehr daran, dass Title Fight ihre Songs mittlerweile eher als am melodischen Hardcore/Punk an klassischen Rockmomenten schulen. Und wie man seit 'Floral Green' weiß steht ihnen auch dies nur allzu gut.
Jetzt aber der endgültige Beweis: Future of The Left haben unter dem Banner ihres vierten Studioalbums einfach nicht das qualitative Maximum dessen gebündelt, was an Material rund um die Crowdfunding Sessions entstanden ist.
Nachdem Iceage das Jahr 2013 mit ihrem Zweitwerk 'You're Nothing' triumphal begonnen haben, beschließen sie es auch ebenso: mit zwei Coversongs, welche die Kopenhagener Gang aus beinahe ungekannten Perspektiven anleuchtet.
Weil Kurt Vile rund um die Veröffentlichung seines aktuellen Studioalbums 'Waking on a Pretty Daze' bekanntlich auf einer Welle des Erfolgs schwimmt werden in dessem Sog neben neuen Songs auch weniger populäre erste Gehversuche wieder ans Licht der breiten Öffentlichkeit gespült.
Stilbewusster Garage-Rock'n'Roll im haarigen Horrorlook aus der Bundeshauptstadt passiert, wenn vier Wiener in Wolfskostümen den 60s-Mond anheulen. Dass heimischen Gefilde ein fruchtbares Pflaster für derartige Späßchen sind wissen nicht nur Fans von Wild Evel & the Trashbones.
Mittlerweile eine liebgewonnene Tradition: Kurt Vile schickt einem Full Lenght ein Kurzformat in limitierter Auflage nach. Im aktuellen Anlassfall haben es die knapp 30 Minuten von 'It's a Big World Out There (And I Am Scared)' allerdings nicht nur deswegen schwer, weil 'Wakin On A Pretty Daze' die Latte für Kurt Vile-Material höher gelegt hat als alle Veröffentlichungen davor.
Leider eine mittlerweile gängig gewordene Label-Praxis: Platten schon nach wenigen Monaten in erweiterten Versionen neu aufzulegen. So sehr man dies grundsätzlich verabscheuen darf, so wunderbar und fair gelöst ist dies im Fall der Neuauflage des noch jungen Grizzly Bear-Geniestreichs 'Shields' aus dem letzten Jahr.
Bethany Cosentino und Bobb Bruno kehren (mehr oder minder) wieder zu dem Format zurück auf dem der gute Ruf der surfenden Sunshine-Popper Best Coast begründet liegt. Mit Erfolg: die kompakte Plattform steht dem Duo aus Los Angeles schlichtweg besser.
Weil die Zwecksgemeinschaft mit Scott Weiland auch nach der Wiedervereinigung 2008 einfach nicht dauerhaft klappen wollte machen die restlichen drei Stone Temple Pilots nun ganz offiziell mit (und aus rechtlichen Gründen mit extra im Bandnamen verankerten Hinweis auf) Linkin Park Sänger Chester Bennington als Frontmann weiter. Wer da ob dieser Paarung von Haus aus eine an Blasphemie grenzende Enttäuschung erwartet dürfte allerdings enttäuscht werden.
Reine Akustik-Veröffentlichungen sind meistens ausnahmslos eine fraglich benötigte Fanangelegenheit. So grundsätzlich auch 'Blue Record' des Unknown Mortal Orchestra, aber nebenbei gesagt: wenn schon derartige Veröffentlichungen, dann bitte so!










