Reviews
Es gibt im zweiten Halbjahr 2020 wohl kaum undankbareres, als ein starkes Crossover Thrash-Werk zu veröffentlichen. Plague Years haben mit ihrem offiziellen Debütalbum Circle of Darkness allerdings gute Gründe dafür.
Lament ist vier Jahre nach Stage Four noch nicht das Licht am Ende des Tunnels für Touché Amoré, von Selbstzweifeln und Hoffnung begleitet zwischen angestammten Stärken und neuen Perspektiven aber wohl auf dem besten Weg dorthin.
Der kaum bescheidene Titel Good Music to Avert the Collapse of American Democracy kommt mittlerweile endgültig nicht mehr von ungefähr: Auf Volume 2 der Compilation versammeln 78 schwergewichtige Interpreten über fünf erschlagende Stunden an offiziell unveröffentlichtem Material.
Ganze sechs Jahre nach dem brillanten 2014er-Highlight Familiars und auch schon drei nach Impermanence, dem 2017er-Solodebüt von Peter Silberman machen The Antlers also tatsächlich doch weiter: Wheels Roll Home (Edit) ist die erste Single der Band als Duo.
Venom Prison bringen mit Primeval das Material ihrer beiden 2015er EPs Defy the Tyrant und The Primal Chaos auf einen aktuellen produktions- und performancetechnischen Stand, addieren dazu auch zwei neue Songs.
Power To The People war 2017 mit einem Demo-Zusatz der Beitrag von Durand Jones und seinen Indications für das Compilation-Projekt Our First 100 Days, nun beteiligen sie sich mit dem Song als eigenständige Single bei der Brighter Days Ahead-Kampagne ihres Labels Colemine Records.
Carson Cox hat Merchandise nach den drei Raritäten-Compilations What I Wanted, Gone Are the Silk Gardens of Youth und Desire In The Mouth Of Dogs wohl endgültig zu den Akten gelegt. Das bietet Zeit und Raum, um mit Romeo Blu auf der Jordan's Bed EP in die Zukunft - also die Vergangenheit - zu blicken.
Auf Vigor Reconstruct: A Benefit for the Soroka Family versuchen 35 befreundete Bands dem Gründer von Vigor Deconstruct (respektive Kopf von Tchornobog, Drown oder Aureole) mit dreieinhalb Stunden exklusiver Musik aus dem Atmospheric Black Metal-Untergrund finanziell unter die Arme zu greifen.
Everything Everything machen im fünften Anlauf in die sehnsüchtig gezirkelte Schnittmenge aus betont cleverem Synthpop und zugänglichem Artrock immer noch wenig falsch. Allerdings ist ihnen auf Re-Animator doch ein wenig die euphorisierende, überdrehte Magie abhanden gekommen.
Wenn Crack-Up Prog war, ist Shore wohl so etwas wie Pop. Robin Pecknold lässt seine Fleet Foxes jedenfalls demonstrativ zugänglich durchatmen, bevor er die Konturen des vierten Studioalbums der Indiefolk-Institution weitestgehend in der Transzendenz auflöst.










