Chained to the Bottom of the Ocean – Let Us Not Speak Of Them But Look And Pass On

von am 16. August 2026 in EP

Chained to the Bottom of the Ocean – Let Us Not Speak Of Them But Look And Pass On

Nach der EP-Compilation I Tried Catching You But You Fell Through Me, Consumed By the Vitriol of Life als Durschnaufer im vergangenen Jahr schalten Chained to the Bottom of the Ocean mit Let Us Not Speak of Them but Look and Pass On wieder in ihren unfehlbaren Workaholic-Modus.

Wie es den enigmatischen Thou-Schülern (diesmal übrigens einmal mehr mit dem kongenialen Seth Manchester am Produzentenstuhl) gelingt, den Level an Quantität und Qualität nicht nur konstant hochzuhalten, sondern ihren Sound bei jedem Wiedersehen nochmal um das Quäntchen hässlicher, schwärzer und intensiver anzulegen, ohne ihre Formel dafür eklatant zu adaptieren, muss irgendwann ausführlicher analysiert werden.
Vorerst soll und muss es an dieser Stelle genügen festzuhalten, dass die Band aus New Orleans mit dem so superb betitelten Let Us Not Speak of Them but Look and Pass On einmal mehr daran scheitert zu enttäuschen.

An Abundance of Mercy bedient die Stärken von Chained to the Bottom of the Ocean als zuverlässig zäher Moloch aus Doom und Sludge, mit garstig keifenden Vocals und zum Funeral-Metier schielenden Riffs, der sich an seiner kasteienden Atmosphäre aufreibt und nur kurz lichtet, ohne deswegen weniger giftig zu agieren. An Adornment of Light lässt die Gitarren fast schon hyperventilieren, bleibt jedoch im malmenden Bulldozer-Modus und Execution wringt seinen Hass im Noise und Feedback konstatiert aus, um sich inmitten all des Nihilismus zu monumentaler, tja, Schönheit zu grämen.

Soweit ist dann alles effektives Business as usual. Dazwischen wirkt Upheaval durch seine wüst wirbelnde Drums jedoch besonders ungestüm, wühlt den Boden in lichtloser Tiefe mit einer Death-Gestik auf und lässt Chained to the Bottom of the Ocean im Conan’schen Ausbruch wohl so nah wie nie zuvor an ihr Version eines Hardcore-Songs herankommen.
Was zwar wahlweise weniger treffsicher den Fan-Pleaser gibt, als das restliche Material der so kurzweiligen 28 minütigen EP, aber auch die stärkste Redundanz-Verweigerung von Let Us Not Speak of Them but Look and Pass On darstellt.

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