Iron Reagan – Demonetization

von am 14. Juni 2026 in EP

Iron Reagan – Demonetization

Knapp ein halbes Jahr nach der überraschendes Ankündigung einer Reunion melden sich die Crossover Thrash-Allstars von Iron Reagan bereits mit der Demonetization EP in (erweiterter) Originalbesetzung zurück!

Nach dem vorläufigen Schlussstrich 2020 hinter den beiden Kurzformaten mit Sacred Reich (2019) bzw. Gatecreeper (2018) setzt die Band aus Richmond durch die Beteiligung von Tony Foresta, Ryan Parrish, Dr. Guitar und Phil Hall wieder auf jene Personal-Konstellation, die es so seit der Split mit Exhumed vor knapp 12 Jahren nicht mehr zu hören gab – wobei das ursprüngliche Iron Reagan-Line-Up mittlerweile durch Adam Guilliams als Gitarrist verstärkt wird.
Der Reboot mit der dezenten Blutauffrischung nach einer rund fünfjährigen Auszeit hat dem punkigen Thrash Metal der Municipal Waste-Schwesterband jedenfalls gut getan. Die reformierten Iron Reagan klingen auf der alle Trademarks innovationsresistent bedienenden Wurzelsuche Demonetization über sechs rasante Songs in gerade einmal 10 Minuten Spielzeit zuverlässig wie immer, aber wieder motivierter und zwingender als auf dem so soliden Crossover Ministry.

Insofern sind es keine leeren Floskeln, wenn (der im Mix subjektiv ein bisschen zu passiv hinter der massiven Drum-Front und den ruhig etwas knackiger akzentuiert hätten sein könnenden Gitarren stehende) Foresta analysiert: „This is some of our strongest/heaviest material we’ve done to date.“ Sondern höchstens ein bisschen angebrachte Übertreibung.
Der Titelsong bolzt nämlich entsprechend aggressiv getriebene nach vorne. Die Band steht mit viel Dampf unter der Haube am Gaspedal und God Don’t Like It groovt bissiger headbangend. Die Songs kommen auf den Punkt und haben eine rotzige, politisch aufgeladene Punk-Attitüde mit zynisch ätzendem Kick, die sich in der Atemlosigkeit durchaus Schattierungen gönnt – sei es das melodiöser mit Solo und Haggus-Gastpiel (ein wenig zu lange) fetzende Make It Ugly, das slayereske Turning Green oder die Gang-Mentalität im Hardcore-Ventil Hood Ornament.
Iron Reagan stehen also mit ordentlich Energie und Druck sowie relativer Songwriting-Bandbreite wieder voll im Saft, liefern perfomancetechnisch charakteristisch stark und machen mit ihrem unverhofften Comeback exakt entlang der Signature Sound-Komfortzone so einfach verdammt viel Vorfreude auf ein bereits in Aussicht gestelltes viertes Studioalbum. Da jubiliert das Fan-Herz!

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