Johnny Cash: 10. Todestag

von am 12. September 2013 in Featured, Wühlkiste

Johnny Cash: 10. Todestag

Zum bereits zehnten Mal jährt sich heute der Todestag des am  12. September 2003 verstorbenen Johnny Cash. Grund genug im Gedenken an die Country Legende und Musikikone zehn kleine Anekdoten aus dessen bewegtem Leben in Erinnerung zu rufen.

  • Johnny Cash wurde am 26.02.1932 in Arkansas geboren. Seine Eltern nannten ihn jedoch schlicht J.R., weil ihnen kein passender Name einfiel. Erst als er sich für die Air Force rekrutieren lies und dort keine Initialen als Namen zulässig waren entschied er sich für John. Das R. blieb hingegen Zeitlebens für alleine stehen.
  • Der Legende nach besuchte Cash genau eine Gesangsstunde. Seine Lehrerin schickte ihn aber umgehend wieder nach Hause und gab ihm den Rat nie wieder zu kommen: der kleine J.R. sollte sich seine außergewöhnliche Stimme nicht verderben lasse.
  • Oft als Überbleibsel einer wilden Schlägerei gedeutet stammt die markante Gesichtsnarbe Cash’s tatsächlich aus seiner Air Force-Zeit in Deutschland: ein Zahnarzt ordinierte betrunken.
  • Im Zuge seiner Tätigkeit als Funker im Militärdienst war er angeblich der erste Mensch außerhalb der Sowjetunion, der vom Tod Josef Stalins erfuhr.
  • Cash hat das Randalieren in Hotelzimmern praktisch erfunden: einmal stach er mit einem Bowie-Messer auf die Reproduktion einer Mona Lisa ein: sie entsprach schlicht nicht seinen Qualitäts-Standards.
  • Seine Verwandtschaft reicht bis ins Weiße Haus. Präsident Jimmy Carter war der Cousin von Cash’s zweiter Ehefrau June Carter.
  • Trotz seines Bad Boy Image saß Cash nie im Gefängnis. Sehr wohl musste er aber über die Jahre verteilt 7 Nächte hinter Gittern in Polizeistationen verbringen. Mal, weil er Amphetamine in seinen Socken über die mexikanische Grenze schmuggeln wollte, mal, weil er in einen Garten einbrach um Blumen für June zu pflücken.
  • Cash und die Natur standen dazu gewissermaßen auf Kriegsfuß: nachdem er von einem Strauß attackiert worden war, der ihm beinahe die Eingeweide aus dem Leib riss, verfiel Cash Mitte der 1980er seiner zweiten schweren Tablettenabhängigkeit.
    Und nachdem sein liebevoll Jesse James genannter Wagen ein Ölleck hatte, entstand dadurch der 1965er Großbrand im Los Padres Nationalpark. Cash wurde dadurch zur einzig jemals durch die U.S-Regierung für einen Waldbrand verurteilten Person. Dass er bei dem Zwischenfall auch nahezu die gesamte in dem Nationalpark ansässige Condor-Art ausrottete (nur 9 Exemplare überlebten das Feuer) schien Cash bei der Gerichtsverhandlung nicht weiter zu belasten: „I don’t give a damn about your yellow buzzards!
  • Cash lernte von seinem Kollegen Johnny Horton wie man sich selbst hypnotisiert.
  • Je nach Zählweise  nahm Cash zwischen 1954 und 2003 zumindest 96 Alben auf. Bevor seine Langzeitliebe June Carter Cash am 15. Mai 2003 verstarb trug sie Johnny jedoch auf weiterzuarbeiten. So schrieb er in den letzten 4 Monaten seines Lebens an die 60 neue Songs, bevor Johnny am 12.September im Alter von 71 Jahren im Baptist Hospital in Nashville (je nach Sichtweise) an Lungenversagen oder gebrochenem Herzen verstarb.

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