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'Does Humor belong in Music?' wollte schon Frank Zappa wissen. Die Nerven aus Stuttgart antworten darauf mit 'Fun', einer ungemütlichen Platte, die keinen Wert auf Schenkelklopfer oder gar explizite Freundlichkeit legt.
Wenn das Jahr 2014 eines charakteristischen Sounds bedarf, dann liefern die Herren, die sich Wild Beasts nennen, mit ihrem neuen Album 'Present Tense' sicher ein gutes Angebot dafür.
Mittlerweile umfasst die Solo-Discographie von Chuck Ragan gefühltermaßen bereits doppelt so viele Konzertmitschnitte wie Studiowerke. Gerade bei dem Hot Water Music-Frontman natürlich eine feine Sache - und im Fall von 'Live at Skaters Palace' dazu ein richtiges Fanzuckerl, das man sich nur zu gerne in die Sammlung holt.
The Shins-Kopf James Mercer und Alleskönner Danger Mouse katapultieren ihre unverbindlichen Songs phasenweise in die späten 70er und frühen 80er - Bee Gees-Verbeugung inklusive - treiben generell aber weiterhin angenehm konsumierbar durchs Lazy Popwonderland.
Ein eklektisches Vergnügen: James Vincent McMorrow erfindet sich nach dem einschlagenden Erfolg seines Debütalbums von Grund auf im Post-Dubstep-Umfeld neu und bearbeitet gekonnt aber wenig eigenständig die Nahtstelle aus Everythings Everything's tanzberuhigter Elektronik, James Blake'schem Digital-Soul und dem sehnsüchtigen Popmomenten von Volcano Choir.
Was Beatles-Songtitel mit Hollywood-Stars zu tun haben? So genau klärten das Hidden by the Grapes auf 'I'm Sorry Tschem' (digital übrigens wie immer nach "Name Your Price"-Prinzip, auf Vinyl liebevoll aufgemacht) vielleicht auch nicht auf, viel wichtiger ist aber ohnedies die Erkenntnis die das Grazer Trio zwischen den elf Tracks auffährt: um den heimischen Noiserock braucht man sich wahrlich keine Sorgen zu machen!
Denn nur ein Jahr nach 'If Radios Spoke With their Hearts' kratzen Christian Steiner, Richard Kahlbacher und Bernhard Jammerbund schon wieder vollkommen unangestrengt den nächsten Genre-Grenzgänger in der Sollbruchstelle aus kantiger Widerborstigkeit und heimtückischer Melodieverliebthaut aus ihren Instrumenten. Vor internationalen Referenzen muss sich das Ergebnis jedenfalls zu keinem Zeitpunkt fürchten. Welche Alben bei Hidden by the Grapes während Plattenaufnahmen und US-Tour so liefen, das erfährt man am 21. Tag des Heavypop Adventskalender.
No offense to all the other playgrounds Justin Pearson takes part in – but Retox is most likely the straight up best band in a pool of never dissapointing projects the 38 year old has been a member of since 'New Erections' were, well, erected. The extra portion of kicking rock moments not only suits the grindcore-dervish remarkably well, combined with the stunning guitar-work by Michael Crain it also takes care of making songs like 'Soviet Reunion' or 'Greasy Palm' surefire genre-hits on 'YPLL'. On day 20 of the HeavyPop Advent calendar, Pearson tells us about his favourite records of this past year 2013.
Nichts gegen all die anderen Spielwiesen des Justin Pearson - aber Retox ist mutmaßlich die beste unter all den niemals enttäuschenden Bands, bei denen der 38 jährige seit 'New Errections' seine Finger im Spiel hat. Die zusätzliche Schippe an kickendem Rock steht dem Grindcorederwisch jedenfalls nicht nur hervorragend, sondern bescherte 'YPLL' neben der umwerfenden Gitarrenarbeit von Michael Crain dazu auch potentielle Genre-Hitgranaten ala 'Soviet Reunion' oder 'Greasy Palm'. Richtig explosiv im Live-Gewand. Im 20. Artikelfenster des Heavypop Adeventskalender klärt Pearson über seine Platten des Jahres auf.
Die Arctic Monkeys sind von Sheffield nach Los Angeles gezogen, kleiden sich maßgeschneidert und sind mit Wüstenmeister Joshua Homme als musikalischer Vaterfigur erwachsen geworden. All das und mehr unterstreicht das mittlerweile auch schon fünften Album der ehemaligen MySpace-Durchstarter nachdrücklich.
Während alle Welt dem Finale von Breaking Bad entgegenfiebert hat wohl kaum noch jemand Bryan Cranstons ehemaligen Fernsehsohn auf der Rechnung. Weil Malcolm Mittendrin mittlerweile aber souverän und unscheinbar hinter der Schießbude einer glatten Indiepop-Kombo sitzt, könnte sich das nach dem infektiösen 'A Beating Heart Is A Bleeding Heart' zumindest bei schmelzenden Mädchenherzen durchaus ändern.










