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Während Crippled Black Phoenix hinter den Kulissen nicht zur Ruhe zu kommen scheinen, klingen sie in ihrer musikalischen Entwicklung längst festgefahren. Weil Justin Greaves auf der Trotzreaktion 'New Dark Age' die Positionierung seiner Band als fundamentale Pink Floyd-Erbverwalter wahrhaftig abrundet, muss das aber nicht zwangsläufig etwas schlechtes sein.
Rifforientierter, metallischer und wieder deutlich härter auf der einen Seite, noch himmelstürmender in die Weite ziehend auf der anderen: Deafheaven stemmen die Bürde von 'Sunbather' im Ausformulieren der Extreme, vergessen aber phasenweise auf die Wege dazwischen.
These New Puritans sind sich bewusst, dass ihnen mit dem letztjährigen 'Field of Reeds' ein eingewilliges kleines Meisterwerk des Artrock gelungen ist. Deswegen lassen es sich die Barnett-Brüder auch nicht nehmen, ihren bisherigen Schaffenszenit mit der passenden Liveplatte noch einmal in aller Ausgiebigkeit zu zelebrieren.
Der Galgenhumor steckt im Titel, wenn Andrew Stockdale am Abgrund der Verzweiflung seine Band reaktiviert: das aus dem Nichts kommende dritte Album von Wolfmother wird man vor allem wegen seiner zahlreichen Makel in Erinnerung behalten. Unausgereift recykelte Songs und ein katastrophaler Sound sind eben keine gute Mischung.
„Old songs, old songs, they’re never quite right and they’re never quite wrong“. Da schau her! Wer positioniert sich denn da in der schon beim ersten Chorus eigenmächtig in der weiten Ebene musikalischer Mittelmäßigkeit und führt ein weiteres Besprechen der Debüt-LP vorab ad absurdum. Nein, bei diesem Country/Punk-Quintett ist der letzte Drops sicher noch nicht gelutscht und das Glas zumeist halb voll. Wär ja noch schöner, höhö!
Von Spastik Children bis Echobrain; Flotsam and Jetsam, Voivoid, Ozzy Osbourne und natürlich die Weltkarriere mit Metallica: Jason Newsted hat eine beeindruckende, umtriebige Vita vorzuweisen. Der Schritt aus der zweiten Reihe in die Selbstständigkeit musste da wohl zwangsläufig bis zum 50. Lebensjahr warten.
"The Shape of Jazz to Come"? Vermutlich eher nicht. Denn wie sollen andere Musiker derartiges nachahmen, wenn sich Normalsterbliche nicht einmal ansatzweise ausmalen können, wie der vielbeschäftigte Colin Stetson die unfassbaren Songs seiner Solokarriere überhaupt komponieren konnte.
Wenn die ohne Scheuklappen so maßlos in allen Möglichkeiten wildernde Stilmyriaden auf 'Open Your Heart' die New Yorker Krachkombo The Men beim erwachsen werden ablichten konnte, dann ist 'New Moon' vielleicht der Schnappschuss, der sie bei der Spekulation um mögliche Aktivitäten im (Un)ruhestand einzufangen versucht.
Jede Wette: Mariusz Duda bestellt sich alle Veröffentlichungen aus dem Haus von Steven Wilson blind, findet die Entwicklung von Opeth so fantastisch, dass er die mit Riverside am liebsten nachvollziehen würde und hat 'Storm Corrosion' mit den selben Freudentränen auf dem Plattenspieler rotieren sehen wie das endlich erschienene Dokument der einstweiligen Led Zeppelin-Reunion.
Das letztjährige Progrock-Meisterwerk von Amplifier ist in der Special Edition längst ein begehrtes Sammelstück. Die Briten reagieren auf die immer noch immense Nachfrage und legen eine zweite Auflage des unfassbar schicken Konzeptwerks vor. Limitiert auf 750 Exemplare.










