Suche nach: black star
Muse, Thou oder Taylor Swift gehören spätestens seit diesem Jahr zu der immer breiter werdenden Riege an Musikern, die bereits veröffentlichtes Material aus dem eigenen Fundus neu aufgenommen haben. Die Zeugnisse diese Ergüsse finden selbst hier in den Honorable Mentions aber prinzipiell ebenso schwer eine Aufnahme wie Compilations, etwaige (gerade zum Jahresende allüberall aus dem Boden schießenden) „Live im Studio-Alben“ oder Soundtrack-Arbeiten.
Zwei Plätze hier müssten theoretisch für Beach House und ihre bisherigen Teilstücke von Once Twice Melody reserviert sein - praktisch aber erfolgt an dieser Stelle diesbezüglich nur die Anmerkung, wie fein es ist, dass sich der gerade 2020 oft bemerkbare Trend, seine Alben vorab in EP-Häppchen zu veröffentlichen, dieses Jahr gefühlt nicht durchgesetzt hat.
Und wieder mal so ein Session-Juwel aus dem qualitätsgarantierenden Studio in Chicago: Primitive Man on Audiotree Live bedeutet nihilistischen Doom Metal, Sludge und Noise im starken Sound.
Nach dem Zusammentreffen mit Celestial Sword gibt es noch ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk von Trhä: Auf Inagape bringt Thét Älëf seinem rohen Atmospheric Black Metal schon wieder neue Facetten bei.
Man muss mit der jüngeren Entwicklung der Band nicht konform gehen, um dennoch wertschätzen zu können, dass Behemoth live einfach ein Spektakel sind - auch als Streaming Event, wie das monumental angelegte In Absentia Dei beweist.
Charakterstark typisierter Black Metal: Ethereal Shroud serviert mit Trisagion auf die letzten Meter des Jahres noch ein absolutes Genrehighlight zwischen Paysage D‘Hiver und Wolves in the Throne Room.
Wenn Caio Lemos davon spricht, dass sich Inpariquipê wie ein Farewell für Kaatayra anfühlt, ist das schon nachvollziehbar: Das fünfte Album dieses Projektes in knapp drei Jahren führt schließlich alle Stärken seiner Vorgänger zusammen.
Warum man Abest seit 2016 auf dieser Seite ein wenig vom Schirm verloren hat, obwohl Bonds & Noise of Euphoria dafür ja absolut keinen Grund lieferten, ist eigentlich ein Mysterium. Eine konsequentere Erinnerung an die bestehenden Qualitäten der Band als Narrative Subtracted könnte insofern kaum passgenauer kommen.
Plebeian Grandstand sagen Rien ne suffit, nichts ist genug - und provozieren dabei die Extreme in den Reibungsflächen zwischen nihilistischem Avantgarde Black Metal, selbstkasteienden Noise-Mathcore und harschen Power-Electronics.
Während das (an dieser Stelle womöglich sogar gar nicht hoch genug eingeschätzte) 2020er-Highlight Stare Into Death and Be Still immer noch auf unkaputtbarer Heavy Rotation läuft, sorgen The Temple mit ihrem selbstbetitelten Debüt für einen Methadon-Nachschub.










