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Das Jahr 2022 lieferte mittels Time Skiffs und dem Inspection-Soundtrack ja einen durchaus adäquaten Eindruck über die (qualitative) Schwankungsbreite des Animal Collective, das nun mit Defeat jedoch einen arrivierten Fan-Liebling endlich - und erfolgreich! - auf Platte bannt.
„Hey mummy, hey daddy/ Who am I?“ fragt Baxter Dury und legt seiner unlängst erschienen Autobiographie Chaise Longue mit I Thought I Was Better Than You eine Handvoll musikalischer Episoden nach.
Anachronistischer Nu Metalcore in harsch, kompakt und eingängig: Code Orange haben mit dem Single-Doppel Grooming My Replacement und The Game ihre besten Songs seit langer, langer Zeit aufgenommen.
Zugegeben: Die Features von Chad Kapper und Cameron McBride sind der eigentlich Grund, weswegen man in erster Linie auf das Sleepsculptor-Zweitwerk Divine Recalibration nach dem sehr soliden, aber auch kaum begeisternden Vorgänger Entry: Dispersal aufmerksam wurde.
Zwanzig Jahre sind seit Indestructible - und damit wohl dem unabänderbar letzten wirklichen Rancid-Klassiker - vergangen. Dennoch: Mehr Instant-Ohrwürmer als auf Tomorrow Never Comes hatte die Punkrock-Institution seit damals nicht zu bieten.
Weil all die Jahre die Frage, was aus den Guillemots geworden ist, manchmal mehr, manchmal weniger präsent im Hinterkopf blieb, das darauffolgende, sporadische Solo-Material ihres Frontmannes an dieser Stelle aber dennoch übersehen wurden, kann man jetzt wohl ruhig mal darauf hinweisen, dass Fyfe Dangerfield seit Anfang des Jahres einige Singles veröffentlicht hat.
"A power quintet playing epic metal hailing from the USA": Savage Oath ist die Debüt EP der rund um den unfehlbaren Brendan Radigan formierten, gleichnamigen Band aus Szene-Veteranen.
Neoklassizistischer, kammermusikalischer Ambient in purer Schönheit: Átta klingt wohl genau so, wie man sich die Rückkehr von Sigur Rós nach dem Ausstieg von Schlagzeuger Orri Páll Dýrason und der Rückkehr von Kjartan Sveinsson im Grunde erwarten konnte.
Die zweite Soloplatte von Mat Ball sowie Robin Watties Kooperationen mit Thou und The Lord, vor allem aber Leaving None But Small Birds haben zwar keinen Paradigmenwechsel im Kosmos von BIG|BRAVE erzwungen, verändern die ästhetischen Schattierungen von Nature Morte jedoch auf subversive Weise.
Mit Tennis hinein in die Romantik eines zeitlosen Sommers im anachronistischen Flair samt bittersüßer Note: „You point to the trail where the blossoms have fallen/ But all I can see is the pollen fucking me up.“










