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Nicht verpassen! | 50 – 41 | 40 – 31 | 30 – 21 | 20 – 11 | 10 bis 01 |
10.
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Bei einer Rangliste von gerade einmal 50 Alben fällt natürlich zwangsläufig einiges unter den Tisch. Weil da aber eben so viele Veröffentlichungen bleiben, die zum Jahresabschluss keineswegs unerwähnt bleiben sollten, gibt es auch dieses Jahr wieder 15 (eigentlich: 16, aber was soll's) Honorable Mentions - Geheimfavoriten, faszinierende Ausnahmeerscheinungen und eben schlichtweg in ihrer Weise herausragende Alben des Jahres 2015, die man keinesfalls verpasst haben sollte.
Wie sehr sich Paul Rodgers über diese leidlich inspirierte Bandnamenswahl freuen wird und wie laut die Forderungen nach 'All Right Now' bei Konzerten der Hardcore-Formation werden könnten, steht noch in den Sternen - hier und jetzt sagen vier Demosongs aber: Pat Flynn und Co. treten das Erbe von Have Heart an.
"Founded on the principles of unwavering epic doom metal" haben Crypt Sermon seit jeher auf ihrem Banner stehen und ihr Debütalbum lässt diesbezüglich eindrucksvoll Taten folgen: 'Out of the Garden' scheut sich als unermüdlich heavy walzende Riffkaskade vor dem Herrn nicht zu zeigen, dass es seine Lektionen in der Grundschule der Genre-Größten - wie Candlemass, Solitude Aeturnus, Black Sabbath oder Dio - verinnerlicht hat und diese Ansätze mit dem markanten Gesang von Brooks Wilson und bärenstarkem Songwriting in eine eigenständige Richtung weiterdenkt. Am Ende steht ein traditionelles Doom-Album, dass so auch in Jahren noch frisch und zeitlos klingen wird. Gitarrist Steve Jansson blickt derweil am dritten Tag des Heavy Pop Adventskalender auf die vergangenen 12 Monate zurück.
Eigentlich kaum zu glauben, aber: War das selbstbetitelte, 2013 unmittelbar auf die Siegertreppe unserer Jahrescharts vorpreschende Debütalbum der designierten Supergroup Vhöl womöglich nur eine erste Aufwärmrunde für John Cobbett (Hammers Of Misfortune), Aesop Dekker (Agalloch), Sigrid Sheie (Hammers Of Misfortune) und YOB-Mastermind Mike Scheidt? Zumindest legt die neuerliche Steigerung 'Deeper than Sky' dies vehement nahe.
Die auf massentaugliche Breitwand-Melancholie abonierten Briten Hurts wagen auf ihrem dritten Studioalbum die Probe aufs Exempel: wieviel überquellende Partystimmung verträgt ihr romantisierter Synthiepop, bevor er einem so richtig auf den Sack geht?
Sollte 'The Book of Souls' tatsächlich doch das letzte Album der britischen Metal-Institution sein - Iron Maiden würden sich mit einem in die Vollen gehenden Mammutwerk verabschieden. Und dennoch wäre weniger hier sogar noch mehr gewesen.
Während nahverwandte Kollegen wie Kadavar, Vintage Caravan und vor allem natürlich Blues Pills der wahrscheinlich besten Vintage-Rockband der jüngeren Vergangenheit immer dichter auf die Pelle rückten, haben Graveyard selbst sich vor ihrem nächsten Karriereschritt erst einmal einer verinnerlichten Standortbestimmung unterzogen, ihr Gruppengefüge neu geordnet und dem Nachfolger zu 'Lights Out' vor allem Zeit gelassen.
Der 29 Jährige Kalifornier Brandon Anderson Paak war der wahrscheinlich größte Gewinner auf Dr. Dre's Comebackalbum 'Compton'. Dass sein Debütalbum unter eigenem Namen aus dem Oktober 2014 nun auch endlich seinen Weg nach Europa gefunden hat, ist insofern eine ebenso logische wie feine Konsequenz.
Eine - dezent, aber nichtsdestotrotz - aus dem Kontext fallende, falschen Fährte wie die in konstanter Schieflage walzende Vorabsingle 'Sparks', in der sich Beach House mit Shoegaze-Gitarren und dröhnenden Synthies auf die Spuren von My Bloody Valentine begeben, hätten sich Victoria Legrand und Alex Scall in Hinblick auf das stimmige Gesamtgefüge ihres fünften Studiowerk eventuell verkneifen können.








