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Refused haben neben Songbeiträgen für Videospielblockbuster und fette Arena-Touren vier Jahre nach dem Comeback mit Freedom ein zweites Reunion-Werk aufgenommen. War Music soll dabei laut Dennis Lyxzén das Album sein, "that people wanted us to do last time". Ein Statement, dass die Crux ziemlich adäquat widerspiegelt, aus der heraus die einstigen schwedischen Hardcore-Vorreiter mittlerweile agieren.
Gefühltermaßen eher ein weniger zwingend hängen bleibender Nachhall zu What Went Down, als die direkte Fortsetzung des erst vor wenigen Monaten veröffentlichten Vorgängers: Part 2 von Everything Not Saved Will Be Lost spult seine Foals-Standards mit rockigeren Stellschrauben souverän ab.
Erst hat Jeff Rosenstock - seines Zeichens "professional recording artist and person" - die Setlist angeblich vergessen und feuert für Thanks, Sorry! dann einfach ganze 29 Songs seiner Karriere hinterher. Daraus sind nicht nur Fanträume gemacht.
Dunkler Shoegaze an der Schnittstelle aus verwaschenem Indierock und markigem Dreampop: DIIV rekonstruieren auf ihrem bisher besten Album den Sound ihrer Vorbilder zwar mit wenig originärem Charakter, aber mit geschicktem Songwriting - Deceiver wird seinem Titel durchaus gerecht.
Die designierte Allstar-Kombo Sect veranstaltet aus dem Hinterhalt kommend mit Blood of the Beasts zum dritten Mal eine dreckige Treibjagd im rücksichtslosen Unterholz aus noisezerfressenem Metalcore und tieffinsterem Hardcore Punk.
Von wegen Bang: Mando Diao versuchen es mehr noch als auf Good Times abermals mit einem unspektakulär-kraftlosen Aufguss austauschbarer, aber dabei auch durchaus zuverlässig funktionierender Rocksongs.
Emotionaler Ausnahmezustand in der Arena: Die wiedervereinigte Screamo-Legende Jeromes Dream pulverisiert ihr Comebackalbum LP, bevor Daughters sich auf den Ausläufern des 2018er-Meisterwerks You Won’t Get What You Want selbst zerfleischen.
Turmoil & Tinfoil war vor zwei Jahren also nur eine Aufwärmrunde für Billy Strings: Mit Home formvollendet er bis zu einem gewissen Grad seine virtuose Symbiose aus zeitlosem Country und progressivem Bluegrass.
Nur wenige Monate nach der Rückkehr mit Venus in Leo legen Jonnine Standish und Nigel Yang für Jeffrey Peixotos Scientology-Dokumentation Over The Rainbow die erste Soundtrack-Arbeit von HTRK vor.
Mit der spontan aus der Hüfte geschossenen Dear Tommy-Ersatzplatte Closer to Grey im Rückspiegel beehren die endlich wieder tourenden Chromatics auch Europa mit einer Konzertreise. Terminlich schlechter hätte das Wien-Gastspiel der Italians Do It Better-Clique um Johnny Jewel jedoch kaum ausfallen können.







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