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Tobias Heiland alias Ghost of a Chance unterstreicht noch einmal, dass man nur wegen einer Hardcore-Vvergangenheit und Punkrocksozialisierung nicht zwangsläufig wie all die kehligen Troubadoure um Brian Fallon, Chuck Ragan und Co. klingen muss.
Lange angekündigt und noch länger aufgeschoben versammeln die fünf schrulligen Engländer endlich dreizehn bisher neben ihren Alben unterzugehen drohende Perlen, die abermals vor Ohren führen, warum Elbow seit Jahren schon jedermans Lieblingsband sein sollte.
Auch wenn Scott Kelly seine Erfüllungsgehilfen auf Solopfaden mittlerweile zum Band-Appendix im Titel erhebt, ändert das wenig an den etablierten Gegebenheiten: die Neurosis-Legende spielt auch ihrem dritten Quasi-Alleingang tiefdunklen Knochenblues auf der Westerngitarre.
Wenn ein Album Erwartungshaltungen gnadenlos untertaucht und dadurch mindestens ebenso mühelos enttäuscht wie trotzdem immer wieder zu begeistern weiß - dann hat Ariel Pink einen Nachfolger zu 'Before Today' geschrieben.
John Maus versammelt fünfzehn Raritäten, aufgenommen zwischen 2003 und 2010, die älteste kramt er sogar aus der Schublade von 1999. Wüsste man dies nicht, könnte man die daraus entstandene, zutiefst anachronistische Dreiviertelstunde nur zu bereitwillig wieder in die tiefsten 1980er stellen.
In ohnedies bereits umtriebigen Zeiten holt der Red Hot Chili Peppers Bassist sein Solo-Debüt aus der Gefrierkammer. Und überrascht mit einen stilistischen vielfältigen, künstlerisch versierten Rundumschlag.
Wer wartet 2012 immer noch ernsthaft auf die Rückkehr von D’Angelo, wenn der heiß gehandelte und hoch gehypte Frank Ocean zeitgleich mit seinem offiziellen Debütalbum dem R&B und Soul mit modernem Anstrich Herzen zum schmelzen bringt?
Nahezu zeitgleich mit seinem Förderer El-P taucht auch Ian Matthias Bavitz nach einem halben Jahrzehnt wieder aus der Versenkung als Solokünstler auf. 'Skelethon' entschädigt für die lange Wartezeit mit einem Aesop Rock in Rein- und Bestform.
In Paralelluniversen tragen nicht nur antike Schwerter Namen, wie der Dirty Projectors Mastermind einen hinter dem Dave stehen hat, dort bespielt seine Band auch im Alleingang die Top Ten der Rockcharts - oder so.










