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Motorpsycho wissen dass sie das zwischen Klassik, Jazz und Progrock brillierende Monstrum 'The Death Defying Unicorn' nicht so schnell übertrumpfen werden können und schalten deswegen mit Griff in die Schublade einen Gang zurück. Dort finden sie mit namhafter Unterstützung an der zweiten Gitarre verloren geglaubte Popmomente in ihrem unfehlbaren, ureigenen Motorpsycho-Rock.
'Overgrown' fehlt der überrumpelnde Überraschungseffekt, der die künstlerische Sprengkraft von 'James Blake' vor zwei Jahren schnell zu einem modernen Klassiker der jungen elektronischen Musik machte. Was man dem zweiten Album des mittlerweile 24 jährige Dubstep-Wunderkindes nicht vorwerfen kann. Macht James Blake doch auf seinem zweiten Album grundsätzlich alles richtig.
Der bestens aufgelegte Black Rebel Motorcycle Club bleibt live trotz des logischen Fokus auf dem aktuellen, strauchelnden siebenten Studioalbum sowie einer leicht zerfahrenen Setlist in suboptimaler Umgebung grundsätzlich eine sichere Bank in Sachen Rock'n'Roll-Exzessivität.
Ein Abend voller geballter Punk-Rock Energie und flockiger Pop-Punk Hymnen, aufkredenzt von Bands wie All Aboard und Gone Astray erwarteten den geneigten Fan vergangenen Dienstag im Sub.
Das fünfte Studioalbum des Sextetts aus Brighton ist ein überarbeitete Best of der letztjährigen Demo-EP-Reihe. Dafür haben British Sea Power weitestegehend die besten der 32 vorhandenen neuen Stücke auf Vordermann gebracht und liefern damit gewohnt souverän von Statten gehenden, aber unter dem Radar der Massen stattfindenden Indierock von den Insel.
Kompakter, melodischer, harmonischer, zurückgenommener: Sel Balamir lässt Amplifier nach der so ausufernden wie erschöpfenden Monumental-Zerreisprobe 'The Octopus' zur wohlverdienten Ruhe kommen.
Kvelertak sagen über den Nachfolger des Metalfeuerwerks 'Kvelertak': "Die Songs sind größer. Die harten Songs sind härter, die poppigen poppiger - und so weiter." Stimmt tatsächlich. Auch richtig: das zweite Album pragmatisch danach zu benennen, was serviert wird: 'Meir', also mehr.
Seit dem untergegangenen 2008er Zusammenschluß mit dem Jetzt-Wieder Rage Against the Machine-Wüterich Zack de la Rocha als One Day As A Lion ist es erstaunlich still um den einst so gefeierten The Mars Volta Ausnahme-Schlagwerker Jon Philip Theodore geworden. Das wird sich nach seinem Beitritt zu Phil Manley's Jamrockprojekt Life Coach zwar nicht ändern - schön zu wissen ist es trotzdem, dass der 39 jährige einer Band auch zweckdienlich seinen markanten Stempel aufdrücken kann.
The Shaking Sensations könnten auf ihrem zweiten Langspieler ein Lied davon singen, wie nahezu unmöglich es ist, sich als Postrock-Band wahrhaftig eigenständig zu präsentieren. Stattdessen schwelgen sie in sechs funkelnden Perlen, die nur wenig anders machen als 90 Prozent aller Genrevertreter da draußen - dabei aber eben vieles richtig.
David Bowie kehrt nach zehn Jahren aus der Versenkung zurück. Im Gepäck hat der Thin White Duke eine zwischen Nostalgie und Anachronismus schwankende Aufarbeitung der eigenen Karriere mittels souveräner Glamrock-Nummern. Und ist das hinter dem frechen Artwork gar ein subversiver Entmystifizierungsversuch des eigenen Schaffens?



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