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Würden sich Muse damit begnügen das größte Rocktrio der Welt zu sein, würden sich die getriebenen Engländer wohl ihre musikalische Integrität beschneiden, ihre überbordende Ambition verneinen noch größer zu werden. Es würde aber auch grundsätzlichen Missverständnissen wie 'The 2nd Law' vorbeugen.
Wer sich schon mit 'Sigh No More', diesem variationslosen, bedeutungsschweren, monotonen, allerwelts logischerweise durch die Decke gehenden Baukastenalbum schwer getan hat, wird an 'Babel' ebenfalls verzweifeln können - haben Marcus Mumford und seine Nicht-Söhne doch weitestgehend einfach das selbe Album noch einmal aufgenommen. Nur irgendwo in dezent besser.
'Shields' experimentiert als Album nach dem Album mit der "Was-wäre-wenn-Frage": Was, wenn Grizzly Bear schon 2006 ihr schrullig-verlegtes Verständnis von Pop derart "verständlich" hätten formulieren können oder wollen wie auf dem Durchbruchwerk von 2009.
Zwei Jahre nach 'Tourist History' für viele wahrscheinlich nur interessant: können die Iren die imposante Singleschau ihres Debüts wiederholen oder verlieren sie sich wie so viele Kollegen als Eintagsfliegen in der Indiepoprock-Bedeutungslosigkeit?
Das Radiohead-Allroundgenie und Jonny Greenwood und Regie-Ausnahmekönner Paul Thomas Anderson machen nach der Zusammenarbeit bei dessen 2007er Meisterwerk 'There Will Be Blood' erneut gemeinsame Sache.
'The Bloom and the Blight' ist das erste Two Gallants Album in fünf Jahren - viel eher als in zufriedener Nostalgie auf ihrer Comeback-Platte zu schwelgen, schnüren die wiedervereinigten Adam Stephens und Tyler Vogel jedoch eine immense Aufbruchsstimmung auf ihrem schnörkellosesten Werk bisher.
Wenn man am Gipfel steht, kann man entweder dort verweilen, oder den nächsten in Angriff nehmen. Nach dem triumphalen 'Merriweather Post Pavilion' tun Animal Collective genau das und entdecken dabei rockige Steilhänge in ihren Popexperimenten.
"Wer sich jetzt noch umdreht, ist selber schuld/ Wer nun noch zurückblickt, hat uns nicht verdient." Und tatsächlich: die musikalischen Hochleistungssportler The Hirsch Effekt übertrumpfen mit der "Höher/Schneller/Weiter"- Taktik ihr fassungslos hinterlassendes Debütalbum tatsächlich noch einmal um ein Eck.









