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Ignat Frege und Felix Skinner entfernen ihren experimentellen Noiserock auf Indifferent Rivers Romance End ein Stück weit aus den Fängen des klaustrophobischen Metals, der noch auf Want sein Unwesen trieb, gestalten ihn augenscheinlich sogar einladender denn je. Weniger intensiv und emotional verstörend wird das dritte Wreck and Reference-Album dadurch aber noch lange nicht.
Rechtzeitig zur aktuellen In The Blood Tour legt Noisulotion in gewohnt liebevoller Aufmachung die vergriffen gewesenen Mother Tongue-Alben Streetlight und Ghost Note als Fan Edition-Doppel neu auf. Kleine Schönheitsfehler trüben das runde Gesamtpaket kaum.
Da kann The Full Hit of Summer Rain noch so erbarmungslos zuschlagen: Für das Schaulaufen der Hochkaräter um Beirut und Sigur Rós trotzt die mit 9000 BesucherInnen ausverkaufte Linzer Donaulände den suboptimalen Wetterbedingungen.
The Hotelier vollenden spätesten jetzt den Entwicklungsschritt von der vielversprechenden Nachwuchshoffnung zur voll ausformulierten Referenzgröße und kristallisieren sich anhand von Goodness damit endgültig als die vorläufigen großen Gewinner des 90er-Emo-Revivals.
Es mag paradox klingen, aber vielleicht war letztendlich ausgerechnet die verhalten aufgenommene, ernüchternde Qualität des Vorgängers Not Your Kind of People das beste, was Garbage in Hinsicht auf das über allen Erwartungen stattfindende Strange Little Birds passieren konnte.
Ziemlich überraschend reaktivieren Spencer Krug und Dan Boeckner Wolf Parade nach knapp 5 Jahren Auszeit. EP 4 ist deswegen auch wie seine drei Vorgänger im Kurzformat wohl eher als Anlaufnehmen vor dem (zweiten) Debüt der Allstarband aus Montreal zu verstehen.
Während David Lynch und sein ausufernder Cast auf die dritte Staffel von Twin Peaks bis 2017 warten lassen, verneigen sich Jamie Stewart und die Seinen pünktlich zum 25. Jahrestag vor der Ausnahmeserie und deren stilprägendem Soundtrack. Xiu Xiu Plays the Music of Twin Peaks.
Dem eifrigen Gossip-Konsumenten fällt es natürlich nur zu leicht, in Beyoncé's praktisch über Nacht veröffentlichtem Multimediawerk eine schonungslose Abrechnung mit dem vermeintlich so untreuen (und auf Lemonade erfreulicherweise mit Abwesenheit glänzenden) Ehemann Jay-Z hineinzuinterpretieren.
His Bobness ändert den stimmungstechnischen Grundton zwar dezent und geht weniger in die Tiefe, führt die mit Shadows in the Night begonnene Songbook-Verneigung auf Fallen Angels jedoch nahtlos fort: 12 tief in der amerikanischen Kultur verankerte Coversongs aus der Feder von Johnny Mercer, Harold Arlen, Sammy Cahn oder Carolyn Leigh, von denen sich 11 auf Frank Sinatra als gemeinsamen Nenner und bisher populärsten Interpreten einigen können.
A Moon Shaped Pool bietet keine visionären Zukunftsprognosen, dafür die versöhnliche und regelrecht entspannte Aufräumarbeit einer Band, die mit sich selbst im Reinen ist: Radiohead gönnen sich und ihrem Sound nach dem so dicht gedrängten The King of Limbs mehr Raum und treiben durch das feingliedrigste Werk ihrer Karriere hin zu einer perfektionistischen, unspektakulären Spektakel.



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