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Die Indiediscohits auf 'Oracular Spectacular' waren nur ein grandioser Zwischenfall und die hippen MGMT nicht erst seit der nachjustierenden Meisterleistung 'Congratulations' durch und durch eine psychedelische Popband. 'MGMT' ist da als logischer nächster Evolutionsschritt nicht zufällig selbstbetitelt: weiter draußen - und damit wahrscheinlich auch näher bei sich selbst - waren die Amerikaner noch nie.
Auf dem ersten Nine Inch Nails Album seit 5 Jahren lässt sich im akribisch arrangierten Detail wohl tatsächlich erstmals so etwas wie leichter Optimismus im Klangkosmos des Trent Reznor ausmachen. Vor allem ist 'Hesitation Marks' neben nicht immer zündenden Weiterentwicklungsabsichten aber durch und durch business as usual.
'Sequel to the Prequel' ist das erste Album von Pete Doherty, dass sich nicht zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen berauschendem Meisterwerk und ermüdenden Totalausfall aufreibt, sondern den 34 jährigen durchwegs souverän und routiniert als Vorstand einer vielseitig einsetzbaren Indierockband zeigt.
'Crimes of Passion' spinnt den Faden des letztjährigen 'Endless Flowers' nahtlos dort weiter, wo die Entwicklung der vielveröffentlichenden Crocodiles sich auf ihrem vierten Album im vierten Jahr generell kontinuierlich fortsetzt: leichter und zugänglicher klang die kalifornische Band noch nie. Der Knopf will dadurch allerdings immer noch nicht wirklich aufgehen.
Keine Experimente mehr: Franz Ferdinand holen die Gitarren wieder aus dem Schrank. Und hat man die penetrant schmissige Single-Eröffnungsphase von 'Right thoughts, Right Words, Right action' erst einmal überstanden, entwickelt sich das vierte Album des Quartetts auch zu einer durchwegs kurzweiligen Hookline-Hatz.
"Era is a beginning" sagen die dunklen Rocker von Disappears und behalten Recht: zurückgekehrt aus den Weiten des Space bringen die Chicagoer Dark-Postpunk-Shoegazer ihre seit jeher vorhandenen PS erstmals adäquat auf den Boden der Tatsachen.
2000 blickten Dan the Automator, Kid Koala und ein auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskunst befindlicher Del the Funky Homosapien als Deltron 3030 in die Zukunft des Hip Hop. 13 Jahre später steht dem ausladenden Breitwand-Geniestreich tatsächlich die nicht mehr für möglich gehaltene Fortsetzung ins Haus - ein retroklassisches Vergnügen ohne Meisterwerk-Anspruch kündigt sich an.
Die fünf Songs der 'Nextwave Sessions'- EP bringen Bloc Party auf den ersten Blick zurück in die Phase von 'Intimacy', als sich die Briten als Band zwischen Computer und Dancefloor aufzulösen schienen - nur um daraufhin adäquater als im gesamten letzten halben Jahrzehnt die Stimmung ihrer Frühphase heraufzubeschwören. Ein weitestgehend gelungener Spagat, der den sich ankündigenden wiederholten Abschied der Band trotz einiger Mängel durchaus beklagenswerter macht.
Keine Behauptung, für die es sich weit aus dem Fenster zu lehnen gilt: Modern Life is War und vor allem ihre Blaupause 'Witness' haben der aktuellen Elite des jungen, modernen, melodischen Hardcore rund um Touché Amoré, Defeater und Konsorten mitunter den Weg geebnet. Nach unzähligen Durchgängen eigentlich ebenso wenig streitbar: 'Fever Hunting' ist nur unwesentlich weniger stark als der monolithische Band-Zenit von 2005 ausgefallen und zumindest das zweitbeste Album der wiederbeleben Karriere der Band aus Iowa.
Explosions in The Sky-Schlagzeuger Chris Hrasky erwähnt beim sonntäglichen Superbowl-schauen mit Regisseur David Gordon Green (Pineapple Express) wie gut sich die malerische Landschaft des texanischen Bastrop State Park doch als Drehort eignen würde. Nun spielt das Remake der isländischen Komödie Either Way mit Emile Hirsch und Paul Rudd in den Hauptrollen genau dort.










