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Weil sich Portugal.The Man spätestens seit 'The Satanic Satanist' ohnedies immer weiter dem Sommer und der Mitte des letzten Jahrhunderts annäherten und Brian Burton seine souligen Produktionen immer schon dorthin gebügelt hat, kommt auf 'Evil Friends' eigentlich nur zusammen, was sich wohl zwangsläufig irgendwann finden musste.
Beinahe ein Jahrzehnt ist seit dem letzten regulären Daft Punk-Werk verstrichen. Kein Anlass für Ausblicke in die Zukunft der elektronischen Musik - vielmehr setzen sich die Disco-Roboter Thomas Bangalter
Guy-Manuel de Homem-Christo als chronistische Anbieter von zweckdienlich Spielwiesen in Szene.
Singer-Songwriter-Ausflüge sind für gestandene Punkrocker und Post-Hardcorler bekanntermaßen keine Seltenheit. Andrew Koji Shiraki alias Koji schlägt sich aber seit jeher lieber alleine mit Akustikgitarre bewaffnet gefühlvoll und intim durch seine rauh auftretende Nachbarschaft.
Das englische Quartett watet nach wie vor durch ein mystisch dampfendes Meer aus Horror-Lyrics, okkultem 70s Psycho-Rock und tonnenschweren Doom-Riffs: der Kult um Uncle Acid and the Deadbeats geht in die nächste Runde.
Mittlerweile gefühltermaßen eher die Regel als die Ausnahme: der schier unüberblickbaren Schwemme an Veröffentlichungen zum alljährlichen Record Store Day begegnen einige Plattenläden bereits eingangs mit unverschämten Preisen, die finanziell zumeist freche Weiterverwertung via Ebay, Discogs und Co. ist dann der zusätzliche Faustschlag für Fanherzen und Brieftaschen. Hinter diesem fahlen Beigeschmack gab es aber auch dieses Jahr wieder zahlreiche Must-Haves, obskure Sammlerstücke und verzichtbare Veröffentlichungen zu ergattern. Der Record Store Day 2013 in augewählten Kurzbetrachtungen:
Justin Vernon hat vorerst genug davon mit Bon Iver als Galionsfigur des Folk herzuhalten - und bei dieser Gelegenheit den Bluesrock. Der zwangslose Spielspaß den Vernon mit seinen zwei Kumpels als The Shouting Matches dabei so authentisch versprüht übertaucht dann auch gekonnt etwaige Luftigkeiten im Songwriting.
Die Legende geht, dass die einzelnen Mitglieder der Yeah Yeah Yeahs seit der mit gemischten Gefühlen in Empfang genommenen Stilumkehr 'It's Blitz!' vor vier Jahren immer dann am besten sind, wenn sie eigentlich nichts miteinander zu tun haben. 'Mosquito' besinnt sich nun in vielerlei Hinsicht wieder auf verloren geglaubte Stärken, schafft es aber nur in Teilen über den Eindruck eines ambitionierten Art-Rock Fleckerlteppich hinaus.
Black Sabbath leben und es geht ihnen – mehr oder weniger – gut. Im Juni erscheint Sabbaths neues Album '13', produziert wird es von Rick Rubin. Aber wie ist es um die Jungen bestellt, die protometallisch herrlich den alten Herren frönen und dabei sehr gut aussehen?
Bei der Crowdfunding-Aktion rund um das sechste Murder by Death Album ‘Bitter Drink, Bitter Moon‘ gab es vom Lampenschirm über den Beitritt zum bandeigenen Buchclub bis zum maßgeschneiderten Tattoo-Wunsch an die Rhythmusgruppe unzählige Bundle-Kombinationen. Am ertragreichsten für die Allgemeinheit: Murder by Death als Auftragsband für einen Coversong nach Wahl einzuspannen.
The Thermals rekonstruieren, was das Portlander-Trio zwischen ‘More Parts per Million‘ und ‘The Body, the Blood, the Machine‘ zu einer der packendsten Rockbands des Planeten machte. ‘Desperate Ground‘ ist wieder knackiger an den Lo-Fi-Anfängen der Band als ‘Now We Can See‘ und ‘Personal Life‘ dran, lässt im Schatten seiner Ideale allerdings das unbedingte Feuer alter Tage auf andere Weise ebenso vermissen wie seine Vorgängeralben.










