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Ein Vorwurf, den sich zwar auch die beiden Glanztaten Fur and Gold und Two Suns, vor allem aber das 2012 durchaus enttäuschende The Haunted Man gefallen lassen mussten: Es waren dann doch zumeist einzelne herausragende Song-Geniestreiche, die die bisherigen Studioalben von Bat for Lashes dominierten und prägten.
Dass Will Sheff Away nur veröffentlicht hat, um die Kosten für die aufgefahrenen Streicherarrangements wieder hereinzubekommen, muss man wohl als geschickte Publicity abstempeln. Denn immerhin dürfte sich das achte Studioalbum vor allem rückblickend durchaus als wichtiger Scheidepunkt für den 40 Jährigen und Okkervil River erweisen.
Wie wichtig Bruce Soords letztjähriger selbstbetitelter Soloausflug auch für die Entwicklung seiner Stammband war, zeigt sich auf dem neue Wege einschlagenden Your Wilderness unmittelbar: The Pineapple Thief waren niemals deutlicher Schmelztiegel aller Beteiligten, als auf ihrem elften Studioalbum.
Die posthume Songsammlung der (gemeinsam mit ihrem Manager Craig Terry) im Februar 2016 in Schweden verunglückten Viola Beach ist eine so grundsolide wie unvollendete Talentprobe in Sachen optimistisch-aufgeweckten Indierocks.
Rechtzeitig zur aktuellen In The Blood Tour legt Noisulotion in gewohnt liebevoller Aufmachung die vergriffen gewesenen Mother Tongue-Alben Streetlight und Ghost Note als Fan Edition-Doppel neu auf. Kleine Schönheitsfehler trüben das runde Gesamtpaket kaum.
Mother Tongue spitzen beim dritten und letzten Stop der Österreich-Gastspiele ihrer In The Blood-Tour den Spannungsbogen kontinuierlich zu und zelebrieren im Wiener Flex mit eindringlicher Energie die verbindende, optimistische Kraft des Rock'n'Roll: Ein beinahe messianischer Abend.
Pinegrove bringen ihren sorgsam zwischen Emo und Indie pendelnden Songs seit jeher subtile Americana- und Country-Kunststücke bei. Mit Cardinal nun im aufgeräumteren Rahmen und vor wachsenden Publikum.
Das seit Jahren über Biffy Clyro hängende Damoklesschwert des banalen Stadionrock kracht nun mit Ellipsis doch noch hernieder: Unter tatkräftiger Mithilfe von Muse-Spezi Rich Costey haben die Schotten gefühltermaßen das weniger potente Update zu Only Revolutions aufgenommen.
Der finstere Hardcore von Old Lines war immer schon explizit politisch. Durch die Zusammenarbeit mit Will Potter auf To Build a Fire erreicht dieser allerdings in seiner Konsequenz noch einmal eine ganz neue Dimension.
The Hotelier vollenden spätesten jetzt den Entwicklungsschritt von der vielversprechenden Nachwuchshoffnung zur voll ausformulierten Referenzgröße und kristallisieren sich anhand von Goodness damit endgültig als die vorläufigen großen Gewinner des 90er-Emo-Revivals.






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