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Dass es der Nachfolger zum vielgepriesenen 'Paupers Field' schwer haben würde war klar. Ob es jedoch dessen Last ist, unter der 'Cast the Same Old Shadow' nun in die Knie geht, bleibt zu bezweifeln.
'The Bloom and the Blight' ist das erste Two Gallants Album in fünf Jahren - viel eher als in zufriedener Nostalgie auf ihrer Comeback-Platte zu schwelgen, schnüren die wiedervereinigten Adam Stephens und Tyler Vogel jedoch eine immense Aufbruchsstimmung auf ihrem schnörkellosesten Werk bisher.
Drei Herren aus Bayern spielen Postrock. Zumindest meistens - denn wo andere an der Überschaubarkeit des Genres zerbrechen, reißen Instrument die Grenzen zum Indie Rock und Pop im zweiten Anlauf ganz einfach nieder.
Auch wenn Scott Kelly seine Erfüllungsgehilfen auf Solopfaden mittlerweile zum Band-Appendix im Titel erhebt, ändert das wenig an den etablierten Gegebenheiten: die Neurosis-Legende spielt auch ihrem dritten Quasi-Alleingang tiefdunklen Knochenblues auf der Westerngitarre.
Nach etwas mehr als einem Jahrzehnt zieht Antony Hagerty erstmals ein ausladendes wie eigenwilliges Resümee seiner bisherigen vier Studioalben, ist 'Cut the World' doch gleichermaßen Livealbum, Revitalisierung alter Großtaten, irgendwie auch Best of und sogar eindringliche Ansprache in einem geworden.
John Maus versammelt fünfzehn Raritäten, aufgenommen zwischen 2003 und 2010, die älteste kramt er sogar aus der Schublade von 1999. Wüsste man dies nicht, könnte man die daraus entstandene, zutiefst anachronistische Dreiviertelstunde nur zu bereitwillig wieder in die tiefsten 1980er stellen.
Das große Reinemachen bei San Diegos noiseverrücktem Grindcore- Aushängeschild The Locust geht in die nächste Runde. Das ist zwar nicht, wonach es Hardcore-Fans ausdrücklich verlangt, ein Wiederhören der alten Gassenhauer macht trotzdem Freude.
"Everyone hig-fiving everyone" trifft es immer noch, allerdings muss man dabei diesmal nicht wieder derartig permanent hibbelig um tausend schillernde Gitarrenachterbahnfahrten umherhüpfen. Fang Island legen mit 'Major' deswegen wohl so etwas wie die zurückgelehnteste Indie-Rock Platte vor, die den zum Trio geschrumpften New Yorkern überhaupt möglich war.
Der Springsteen und Pearl Jam erprobte Brendan O'Brien gibt The Gaslight Anthem den Feinschliff für die großen Bühnen dieser Welt. Derartig offen aber nebensächlich zelebriert steht die so lang gehegte Affinität zum Stadion den vier aus New Jersey auch ausgezeichnet.










