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Miguel Jontel Pimentel hat nach seinem Oscar-prämierten Duet Remember Me mehrmals prolongiert, seine spanischsprachigen Wurzeln ergründen zu wollen. Die Latino-EP Te Lo Dije ist ein erster Ansatz dazu - allerdings ein leidlich inspirierter, zumindest zu zaghaft ausgeführter.
Ahmed Gallab alias Sinkane beschreibt mit dem Titel seines sechsten Studioalbums das Gefühl der Entwurzelung, ein Fremdsein jenseits der Heimat. Auf die 41 Minuten von Dépaysé lässt sich dieser Zustand tatsächlich jedoch leider auf weniger schmeichelhafte Weise übertragen.
One More Time With Feeling: Craig Beaton beerdigt nach Aerogramme und The Unwinding Hours nicht nur auch A Mote of Dust, sondern auch gleich alle musikalischen Ambitionen. II hat seinen inneren Frieden damit geschlossen.
Drei Jahre nach Hope Attrition halten Woe mit der EP A Violent Dread nicht nur das Niveau ihres bisherigen Karrierehighlights, sondern kurbeln die Erwartungshaltungen für ihr fünftes Studioalbum sogar noch nach oben.
Haben FIDLAR mit dem sprunghaften Almost Free womöglich jene Art hemmungslos über die Strenge schlagendes Over the Top-Potpourri aufgenommen, von dem auch Weezer in ihren unersättlichsten Momenten träumen sollten?
Um eine bezaubernde Single wird eine schlüssig funktionierende EP konzipiert: Die Leisetreter von The Saxophones liefern mit der Singing Desperately Suite einen stimmigen Nachsatz zum sehr feinen Debüt Songs of the Saxophones aus dem vergangenen Jahr.
"This split is a tribute to grief: The final act of love." Coltsblood aus Liverpool treiben gemeinsam mit UN aus Seattle den transatlantischen Nagel in das Kreuz aus extrem langem, extrem langsamen Doom.
The Specials waren schlau genug, mehr Sorgfalt und Gedanken in die Musik, als in das karge Artwork von Encore zu stecken: Ihr klassischer 2 Tone-Reggae über soziale, politische und kulturelle Missstände liefert erstaunlich treffsicher über der Erwartungshaltung ab.
2018 war das Jahr, das rückblickend wohl als Beginn des Endes der Popmedien herhalten wird müssen. Mit "Fast" Eddie Clarke, Dolores O'Riordan, Mark E. Smith, Jóhann Jóhannsson, Caleb Scofield, Scott Hutchison, Stewart Lupton, Vinnie Paul, Richard Swift, Conway Savage, Mac Miller, Montserrat Caballé, Thomas Diaz, Pete Shelley und zahlreichen weiteren sind auch wieder viele große Musiker und Legenden endgültig abgetreten.
Der Gag ist freilich längst erzählt, die Pointe an sich ausgereizt. Doch Eddie Argos rät nicht umsonst: "Watch the fuck out! Wir sind mit jugendlicher Energie zurück!" Tatsächlich ist das erste Art Brut-Album seit beinahe 7 Jahren trotz Schönheitsfehlern schließlich das Beste seit ihrem Debüt. Wham! Bang! Pow! Let's Rock Out!, fürwahr!










