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Vier Randalierer aus Boulder prügeln sich auf ihrem Relapse-Debüt kompakt und atemlos mit modernem Anstrich durch das Erbe von Napalm Death und der ersten Grindgeneration. Sollen da ruhig andere originell sein - das rasante Gebräu von Call of the Void erweist sich als äußerst effektiv.
Vincent Belorgey alias Kavinsky hat sich mit seinem ersten Studioalbum lange genug Zeit gelassen, um den Hype um Drive bzw. 'Nightcall' abklingen zu lassen. Trotz dieses charmanten Schachzuges muss sich 'OutRun' natürlich dennoch an seinem herausragendsten Song messen lassen. Und seinen Vorbildern.
Manche Bücher wollen eben doch nach dem Cover beurteilt werden - und manche Platten auch. Womit man es bei Psychic Ills zu tun hat, verrät nämlich bereits der Bandname - und dass die dazugehörige Qualität stimmt, die Corporate Identity-Verpackung von Sacred Bones Records.
Warum einfach, wenn man sich auch hundsgemein versperren kann - fragen Pissed Jeans auf ihrem ersten Album nach vier Jahre Pause. Süßlich klingt auf der rohen Giftspritze 'Honeys' jedenfalls kein Millimeter.
Mark Oliver Everett lässt die Schicksalsschläge hinter sich und liefert mit tatkräftiger Unterstützung seiner erstmals am Songwriting beteiligten Backingband sein wahrscheinlich optimistischstes Album bisher ab. Ein klassisches Eels-Album, nichtsdestotrotz.
Der New Yorker Komponist Mario Diaz de Leon legt über Denovali mit dem zweiten Longplayer als Oneirogen, 'Kiasma', das erste ernstzunehmende Drone-Release des Jahres vor. Wer sich dabei dröge dröhnenden Einheitsbrei erwartet liegt falsch, und sollte im Cover lieber einen der letzten bepflanzten Flecken in einer postapokalyptischen Zukunftsvision sehen.
Kollege Martin ist bei weitem nicht der einzige der Masked Intruder auf seiner Rechnung für eines der besten Alben des vergangenen Jahres hatte. Auch im Heavypop Adventkalender bekannten sich lokale Bands wie z.b. Gone Astray und A Guy Named Lou zu ihrer Vorliebe für das maskierte Trio aus Madison, Wisconsin. Aber Album des Jahres 2012? Ernsthaft?
Zu viele Ideen unter einem Hut? Auch Jim James reiht sich in die Riege jener Frontmänner ein, die unbedingt aus dem Rahmen ihrer Stammband ausbrechen wollen. Im Falle des My Morning Jacket-Sängers gelingt das Experiment Solokarriere jedoch deutlich besser - und paradoxerweise sogar homogener - als man das von derartigen Ausflügen gewohnt ist.
Bittersüß: Adam Green und Binki Shapiro verarzten gebrochene Herzen mit reichlich melancholischem IndiePop mit 60er Schlagseite. Das ist auf eine unscheinbare Art und Weise tatsächlich berührender, als man annehmen möchte. Denn in der zweiten Reihe wird der extrovertierte New Yorker Green sogar ansatzweise erwachsen.
Mike Patton, und die Musik die er gerne im Radio hören würde. Wo er in der jüngeren Vergangenheit und mit unzähligen Projekten abseits von Filmmusik und Avantgarde-Lärm schon des öfteren über's Ziel hinaus geschossen ist, lag das Gute in Form seines Rock-Ablassventils Tomahawk doch immer schon so nah. Nach einem musikalischen Umweg zu den Ureinwohnern Amerikas geht es nun mit 'Oddfellows' wieder damit weiter, was mit derartigem Personal wohl am anstrebenswertesten ist.










