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Kann man beanstanden: Wind und Farben bewegen sich auf ihrem Debütalbum 'Das Entzünden einer Kerze ist das Ende eines Wals' sehr nah an ihren zahlreichen Vorbildern. Muss man aber nicht: das blutjungen Trio aus Schleswig-Holsteins schaut sich nämlich die richtigen Dinge bei den richtigen Idolen ab.
Justin Vernon hat vorerst genug davon mit Bon Iver als Galionsfigur des Folk herzuhalten - und bei dieser Gelegenheit den Bluesrock. Der zwangslose Spielspaß den Vernon mit seinen zwei Kumpels als The Shouting Matches dabei so authentisch versprüht übertaucht dann auch gekonnt etwaige Luftigkeiten im Songwriting.
4 Jahre nach der Single-Schleuder 'Wolfgang Amadeus Phoenix' und dem endgültigen Durchbruch gehen Phoenix auf Nummer Sicher und übersetzen für 'Bankrupt!' ihre tanzflächenfüllenden Konsenshits wieder zurück in einen den 80ern nicht abgeneigten Synthiepop-Kontext.
The Mars Volta sind Geschichte, das Bosnian Rainbows-Debüt steht in den Startlöchern - und auf Omar Rodríguez-López 26. Soloalbum ist auf chaotisch-zerrüttete Art und Weise alles beim experimentellen Alten. Diesmal wieder einmal um das kleine Quäntchen besser als zuletzt.
Black Sabbath leben und es geht ihnen – mehr oder weniger – gut. Im Juni erscheint Sabbaths neues Album '13', produziert wird es von Rick Rubin. Aber wie ist es um die Jungen bestellt, die protometallisch herrlich den alten Herren frönen und dabei sehr gut aussehen?
Aktuell in Ausgabe 241 der Visions: 'Stadt der Angst' bei den Schönheiten, als Nahverwanter Herremmodes nur eine Seite weiter ebenfalls veredeltes 'Das Ergebnis wäre Stille'. Bei eben jenen findet sich als erste Referenz zum Weiterhören Kettcars 'Sylt'. Davon die Flensburger zwar eigentlich noch mehr als nur zwei Schritte entfernt, aber es stimmt schon: Turbostaat haben auf 'Stadt der Angst' keine Bedenken mehr vor klassischem Indierock.
Wie Tocotronic den warmen, organischen Klang - und damit den gar nicht so heimlichen Helden - ihrer aktuellen Platte 'Wie wir leben wollen' auf die Bühne hieven wollen würden war die vielleicht interessanteste Frage im Vorfeld der aktuellen Tour der Hamburger Institution. Der geschätztermaßen ausverkaufte Graz-Aufenthalt zeigte: gar nicht.
The Thermals rekonstruieren, was das Portlander-Trio zwischen ‘More Parts per Million‘ und ‘The Body, the Blood, the Machine‘ zu einer der packendsten Rockbands des Planeten machte. ‘Desperate Ground‘ ist wieder knackiger an den Lo-Fi-Anfängen der Band als ‘Now We Can See‘ und ‘Personal Life‘ dran, lässt im Schatten seiner Ideale allerdings das unbedingte Feuer alter Tage auf andere Weise ebenso vermissen wie seine Vorgängeralben.
Die schwedischen Elektro-Visionäre The Knife schließen nach mehr oder minder 7 Jahren Abwesenheit weitestgehend mit der eigenen Vergangenheit ab, liefern darüber hinaus jedoch gleich einen Ausblick, wie die Zukunft des Genres eventuell klingen könnte. Im Hier und Jetzt hinterlässt dies so begeistert wie ratlos.
Der bestens aufgelegte Black Rebel Motorcycle Club bleibt live trotz des logischen Fokus auf dem aktuellen, strauchelnden siebenten Studioalbum sowie einer leicht zerfahrenen Setlist in suboptimaler Umgebung grundsätzlich eine sichere Bank in Sachen Rock'n'Roll-Exzessivität.







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