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"We once were another band, and now we're a better one". So steht es auf der Facebookseite von Cult Leader zu lesen. Kein lehres Gewäsch, wie 'Nothing for us Here' in gerade einmal 18 Minuten klärt. Wo die Debüt EP des Vierers aus Salt Lake City nur zu leicht im Schatten der grandiosen Gaza hätte stattfinden können, stellen die aufgefahrenen sechs Songs nämlich für mühelos in Aussicht, dass Cult Leader ihre Vorgängerband wohl tatsächlich im Rückspiegel lassen werden. Das erste Studioalbum kann so kaum sehnlicher erwartet werden. Welche Langspieler dieses Jahr die Konkurrenz hinter sich ließen, verraten Cult Leader einstweilen schon einmal dem Heavy Pop Adventskalender am 21. Tag:
Über die Dauer von 'The Last Dawn' könnte man Mono guten Gewissens daran messen, wie erhaben die Japaner in ihrem Metier abermals agieren - und nicht, wie wertkonservativ sie ihren Postrock hier ausbreiten. 'Rays of Dawn' führt danach allerdings ohnedies vor, dass die Band künstlerischen Stillstand weiterhin aus ihrem Vokabular zu streichen versucht.
In Worte zu fassen, was genau die ekelerregende Anziehungskraft der abgründigen Industrial/Noise-Welt von Margaret Chardiet ausmacht, bleibt auch anhand der zweiten Pharmakon Platte 'Bestial Burden' ein schwieriges Unterfangen. Fest steht , das wohl niemand sonst derzeit der Kunst des absoluten Unwohlseins einen derart ausdrucksstarken Klangkörper aufzwingt.
Ein Schritt zurück, zwei nach vorne: Earth entfernen sich vom Cello-schwangeren Folk-Hypnotismus der 'Angels of Darkness, Demons of Light'-Phase und heben den bedrohlich glimmernden Americana-Doom ihrer Comebackplatte 'Hex; Or Printing in the Infernal Method' mit einer Handvoll Gästen auf eine neue Ebene.
Bereits jetzt lässt sich sagen: 2014 wird als gelungenes Jahr in die Annalen des Doom eingehen. Dafür sorgen alleine The Wounded Kings, Conan oder die ohnedies unfehlbaren YOB. Dass die Genrekrone Little Rock, Arkansas allerdings überhaupt erst verlassen wird bleibt zu bezweifeln. Denn die vermeintliche Bürde ihres überragenden Debüt-Geniestreichs schultern Pallbearer kurzerhand mit einem beinahe ebenbürdigen Nachfoger.
Als "der Missing-Link zwischen 'Damnation' und 'Ghost Reveries' oder als ob 'Heritage' direkt nach 'Ghost Reveries' geschrieben worden wäre, ohne dass 'Watershed' jemals existiert hätte" wurde 'Pale Communion' im Vorfeld wortreich umrissen. Stimmt alles irgendwie. Abseits der feinen Nuancen hätte es aber auch durchaus genügt zu sagen: Opeth haben 'Heritage 2.0' aufgenommen.
Weil sich neuerdings verzweifelte Trompetenbläser hinter beinahe jeder Ecke verstecken ist man glatt versucht zu behaupten: wenn 'I Predict a Graceful Expulsion' das Doom-Soul-Album der 26 jährigen Londonerin war, dann ist 'Neuroplasticity' wohl ihre Interpretation eines Doom-Jazz Albums.
Nach dem beruhigteren Durchatmen auf 'In and Out of Youth and Lightness' verheiraten Young Widows ihren fiebrigen Noiserock umso heavier mit der Aggressivität des Post-Hardcore zu einer träge walzenden Melange, die nur im Titel Platz für Humor findet: 'Easy Pain'? - von wegen!
Ben Frost hat im Kongo Mittel und Wege gefunden seinen experimentellen Elektronikgebilden ihre Menschlichkeit nahezu restlos auszutreiben und dabei dennoch eine neue Körperlichkeit zu verleihen.
So verquer und artifiziell verschleiert das ersten Soloalbums nach 8 Jahren Evangelista auch sein mag: ganz unrecht hat Carla Bozulich nicht, wenn sie 'Boy' als ihr Popalbum bezeichnend.










