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Unbestreitbar ist das ein willkommenes Mehr an toller Musik, aber eben auch über eine latent suboptimale Veröffentlichungsweise vermittelt: Matt Berninger legt Serpentine Prison als Deluxe Version neu auf.
Hat man Architects zuletzt auch alleine aus Nostalgiegründen (egal ob die Band selbst oder den Metalcore als Genre betreffend) die Stange gehalten, gehen mit For Those That Wish To Exist die Lichter drastisch aus: Das neunte Studioalbum der Briten kommt einem Offenbahrungseid gleich.
Nach ihrer kurzformatigen Songsammlung 2019 widmet sich Lucy Dacus weiteren Altlasten: Mit der Standalone-Single Thumbs erscheint ein veritabler Live-Fanfavorit nun endlich als Studioversion.
"It's a collection of 4 songs, which came together because oddly enough I have a real piano at home for the first time in my life." erklärt Fabian Altstötter sachlich und nüchtern die ohne viel Vorlaufzeit erschienene Schönheit Massifs of Me - ein unerschöpflich melancholisches Jungstötter-Juwel im EP-Format.
Dass die Dänen von Iotunn fünf Jahre gebraucht haben, um ihrer Einstands-EP The Wizard Falls nun den mit über einer Stunde an theatralischen Sci-Fi-Progressive/Power-
Rusty Powers und Markov Soroka widmen sich nach ihrer Verneigung vor Half-Life 2 diesmal dem Kosmos von From Software: Maiden Astraea erscheint im Rahmen der GameGrooves Compilation Archstones: A Metal Tribute to Demon's Souls.
Carnage, ein im Corona-Jahrgang 2020 mangels Tourmöglichkeiten (und neben Solo-Klavierkonzerten) spontan entstandenes Kooperations-Werk, legt Zeugnis an: Die Cave and Ellis AG produziert nun nicht mehr nur Soundtrackarbeiten unter ihrem Duo-Banner.
Wenn es noch eines Beweises bedarf, dass die Welt vor einiger Zeit in eine Paralleldimension und alternative Zeitlinie abgebogen ist, dann liefert Fat Mike diesen mit Single Album: NOFX-Songs erschließen sich nicht mehr unmittelbar, sondern verlangen Zeit, um sich als Grower zu erweisen.
Only Smith & Burrows Is Good Enough stimmt so leider nicht mehr, und auch die Zeilen „I love the snow, I love the rain/ Here comes the sun, it's all the same“ erweisen sich als eher weniger schmeichelhafte Bestandsaufnahmen.
Eher geschickte Ergebniskorrektur als eine tatsächlich neue Inkarnationen der Stadionrocker: Dave Grohl verpasst seinen Foo Fighters mit Medicine at Midnight eine erfrischend mondäne Inszenierung, kann dabei aber altgediente Schablonen weiter nutzen.









