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Man kennt das ja: der Frontmann einer (erfolgreichen) Band spielt alleine auf sich und seine Gitarre gestellt mehr oder minder bekannte Songs im spartanischen Soundgewand. Stimmt so auch bei Matthew Caws - und dennoch liegt hier der Sachverhalt ein klein wenig anders. Weil Solo-Acoustic-Show eben nicht gleich Solo-Acoustic-Show ist.
Am zweiten Sonntag werden die Regeln des Heavypop-Adventskalender ein wenig umgangen: weil British Theatre 2013 (leider) kein Album am Start hatten und trotzdem nach ihren Favoriten befragt werden. Aber Mike Vennart und Richard "Gambler" Ingram unlängst und (beinahe exakt 3 Jahre nach dem unter seltsamen Umständen stattfindenden letzten Oceansize-Österreich Besuch der beiden) als Rückendeckung von Biffy Clyro auftrumpfen zu sehen hat wieder in Erinnerung gerufen welche wunderbaren Kleinode das Duo mit ihrer 'EP' und 'Dyed in the Wool Ghost' im letzten Jahr ablieferten. Auf kaum ein (hoffentlich im nächsten Jahr) erscheinendes Album ist die Vorfreude jedenfalls derart groß wie das Debüt aus dem Hause British Theatre.
Der Nachschlag zu dem an dieser Stelle unter Wert verkauften 'Push the Sky Away': Nick Cave und seine Bad Seeds protzen auch live nicht mehr mit überschüssigen Testosteron, sondern pflegen zurückgenommen die feine Klinge.
Bald ist es schon zwei Jahre her, dass No Use for A Name- Mastermind Tony Sly im Alter von 41 plötzlich von uns gegangen ist. Er hinterlässt neben Frau und Kind eine riesige Lücke in der Punkszene, die schwer zu füllen sein wird. Die 1987 gegründete Band, die Sly ab 1990 bereicherte, galt lange Zeit als DAS Flaggschiff des melodiösen Hardcore.
Jetzt aber der endgültige Beweis: Future of The Left haben unter dem Banner ihres vierten Studioalbums einfach nicht das qualitative Maximum dessen gebündelt, was an Material rund um die Crowdfunding Sessions entstanden ist.
Nachdem Iceage das Jahr 2013 mit ihrem Zweitwerk 'You're Nothing' triumphal begonnen haben, beschließen sie es auch ebenso: mit zwei Coversongs, welche die Kopenhagener Gang aus beinahe ungekannten Perspektiven anleuchtet.
Auch die Panem-Filmreihe setzt auf das gängige Schema fetten Hollywoodblockbustern einen prestigeträchtigen Soundtrack zur Seite zu Stellen - und fährt im zweiten Anlauf mit einer Hinwendung zu zahlreichen Vertretern der oberen Indie- und Alternative Riege wieder gut damit.
Hymnen, Hits und Ohrwürmer aus allen Rohren: Biffy Clyro sind längst die größte kleine Rockband des Planeten - an der jeder teilhaben darf und kann. Vor der inhomogenen Fanmasse des Gasometers beschließen die drei Schotten ihre aktuelle Arena-Tour jedenfalls fulminant.
Eigentlich eine schlaue Strategie der Band, die sich Black Flag nennen darf: erst verlieren Greg Ginn und seine Kombo durch tumbe Streitigkeiten mit Flag beinahe alle der wenigen vorhandenen Symphathiepunkte, dann serviert man ein potthässliches Albumcover sondergleichen und versuchte durch die ach so kokette Steilvorlage für vernichtende Rezensionseinleitungen mit dem Albumtitel Kritikern gleich selbst ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen. Weswegen sich 'What the...' allerdings auch plötzlich in der glücklichen Lage befindet über den demolierten Erwartungshaltungen das Denkmal der Hardcore-Legende anzugreifen.
Mittlerweile eine liebgewonnene Tradition: Kurt Vile schickt einem Full Lenght ein Kurzformat in limitierter Auflage nach. Im aktuellen Anlassfall haben es die knapp 30 Minuten von 'It's a Big World Out There (And I Am Scared)' allerdings nicht nur deswegen schwer, weil 'Wakin On A Pretty Daze' die Latte für Kurt Vile-Material höher gelegt hat als alle Veröffentlichungen davor.

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