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Other Lives haben ihren federleicht zwischen Kammerpop und Folk-Avantgardismus schwebenden Dream-Indierock noch weiter hinausgetrieben, als bereits auf dem so betörenden Fantasiegebilde 'Tamer Animals'. Weil der atmosphärische Sound auf dem Drittwerk des Trios aber endgültig wichtiger zu sein scheint als die zugrunde liegenden 14 Songs, die sich lieber freigeistig in ihrer verwunschenen Schönheit treiben lassen, als konkrete Ziele anzuvisieren, verliert sich das vage bleibende 'Rituals' auch immer wieder auf halben Weg zum furiosen Pop-Meisterwerk.
Seine Liebe zu Gott hat Thrice-Vorsteher Dustin Kensrue bereits auf dem zweifelhaften 'The Water and the Blood' ausführlich breitgetreten. 2 Jahre später streut er abermals Worship-Rosen: in erster Linie seiner Frau, in zweiter Linie dem Pop.
Was macht aus einem Damon Albarn-Song eine Blur-Nummer? Eine genaue Trennlinie diesbezüglich scheint auch Graham Coxon nicht ziehen zu wollen. Vielleicht ist das Comebackalbum der Britpop-Könige deswegen ein mitunter schizophren verschweißtes Werk geworden, das es im Wechselschritt ebenso schafft an die hauseigene Discographie der mittleren 90er anzuknüpfen wie daneben auch nahezu das gesamte Schaffen seines Sängers seit mindestens 'Think Tank' zusammenzufassen.
Ihr letztes Meisterwerk liegt vielleicht bereits über ein Jahrzehnt zurück, die Pausen zwischen den Veröffentlichungen werden dazu immer länger und Überraschungsmomente selbst sind im Bandkosmos praktisch nicht mehr vorhanden. Weil Built to Spill-Platten aber immer noch die Faszination in der Gewohnheit finden, bereitet Doug Martsch dem Indierock zum achten Mal ein Geschenk, wie man es sich zuverlässiger kaum wünschen könnte.
Wer I Am Kloot bereits live erlebt hat, kann sicherlich bezeugen, dass John Bramwell und Co. an manchen Abenden die Bühne gar nicht mehr verlassen zu wollen scheinen und ihre Konzerte nur zu gerne zu wahren Marathonspaziergängen ausbreiten. Da erscheint es nur logisch, dass der erste Live-Mitschnitt der Briten es nicht unter 20 Songs am physischen Tonträger, sowie 6 weiteren, ausschließlich digital verfügbaren Nummern ins Ziel schafft.
Vile Creature aus St. Catharines, Ontario haben kein Problem damit, sich ihre Agenda fett auf die Fahnen zu schreiben: mit seinem "anti-oppressive, vegan and queer doom metal" fällt 'A Steady Descent Into the Soil' inhaltlich aus dem gängigen Szene-Raster, liefert dahinter aber vor allem vorzügliche Genreware.
Die Konzeptgeschichte hinter 'Glitterbug' kann man getrost ignorieren: In erster Linie funktionieren The Wombats mit dem auf 'The Modern Glitch' installierten, synthielastigen Indierock abermals auf risikofreie Art als aufdringlich-eingängiges Singles-Fließband.
Calexico nehmen auch im achten Anlauf kein schlechtes Album auf. Dafür zeigt sich auf dem in viele Richtungen offenen Kollaborationswerk 'Edge of the Sun' vor allem die illustre Gästeschar verantwortlich.
Wer seine Band nach einem der stärksten The National-Songs benennt und dann auch stilistisch keinerlei Bedenken hat sich in das Fahrwasser der Indielieblinge zu begeben, der lädt sich natürlich per se eine schwerwiegende Hypothek aufs Haus. The Slow Show überzeugen mit ihrem lange hinausgezögerten Debüt aus dieser schwierigen Ausgangslage heraus dennoch.
Es ist gar nicht das größte Kompliment, welches Scott Weiland anhand seiner ersten Platte mit den Wildabouts als Backingband einfordert, dass man 'Blaster' keinerlei Lustlosigkeit oder den Drang zur schnellen Geldquelle anhören kann: der ehemalige Stone Temple Pilots-Sänger rappelt sich tatsächlich aus dem Drongentief auf!










