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Stephen Bruner nutzt im Sog seiner Beteiligung an den jüngsten Alben von Flying Lotus, Kendrick Lamar und Kamasi Washington die Gunst der Stunde mit einem unverbindlichen Mini-Album, das in seiner eigenen Kontinuität schwebend jedwedes Zeitgefühl aufhebt.
Fünf Jahre nach dem schwächelnden 'Recitation' bewegen sich Envy zwar kaum einen Millimeter aus der eigenen Komfortzone, verdichten auf 'Atheist's Cornea' aber hinter einer bisher unbekannten Kompaktheit ihren etablierten Sound auf perfektionistische, beinahe schon zu glatte Art und Weise.
Wer den Verlust von Oceansize 4 Jahre nach deren (unrühmlichen) Ende immer noch nicht überwunden hat, wird sich auf dem Debütalbum vom ehemaligen Frontmann der britischen Nischenlieblingen sofort wie zu Hause fühlen. Darüber hinaus führt 'The Demon Joke' aber auch vor, das Mike Vennart's Songwriting an den Freiheiten von British Theatre und mehr noch den Erfahrungen als Tourgitarrist von Biffy Clyro gewachsen ist.
In den vergangenen vier Jahren sind vereinzelte Soundansätze von 'Voir Dire' zu einem dichten, dickflüssigen Genräu herangewachsen: Wer dachte, dass mit Will Haven bisher schon schlecht Kirschen essen war, dem nimmt 'Open the Mind to Discomfort' nun wohl endgültig alle Hoffnungen auf das Licht am Ende des Tunnels.
Neltie Penman ist für gewöhnlich Tourmanagerin von Hot Water Music - was ihr mutmaßlich eher liegen dürfte, als die darüber hinausgehenden Ambitionen im Rampenlicht des Musikbusiness. Dass sie bei Unwed den Posten der Leadsängerin bekleidet tut dem eigentlich fehlerfreien 90er Gebräu der potenten Allstarband jedenfalls nicht unbedingt einen Gefallen.
Sind Jacob Lee und Penny Keats tatsächlich auf dem Durchmarsch zur sludgeverkrusteten Doom-Krone? Keeper beginnen jedenfalls zumindest schon einmal damit, die Versprechen des bereits so hervorragenden 'MMXIV' einzulösen.
Das Grundproblem von 'Last of Our Kind' bleibt das selbe, mit dem bereits sein Vorgänger zu kämpfen hatte: Ihre besten Songs haben The Darkness bereits auf 'Permission to Land' rausgehauen, seitdem stagniert die Formkurve auf nach unten verlagerten Niveau. Wer sich damit erst einmal abgefunden hat kann dennoch viel Freude am spritzigen Viertwerk der Band haben.
Noch einen Aufguss ihrer nach wie vor ganz vortrefflichen Debüt-Hitschleuder ‘What Did You Expect From The Vaccines?' wie das souveräne 2012er Zweitwerk 'Come of Age' wollte Vaccines-Chef Justin Young wohl am wenigsten seiner eigenen Band abermals zumuten. Dafür, dass die angestrebten Expansionsabsichten nach der kurzen Auszeit gelingen, sorgt dann schon alleine der Sound von Produzent Dave Fridman.
Brandon Flowers gelingt auf seinem zweite Soloalbum, woran er auf den letzten beiden Killers-Platten und vor allem auch dem immens halbgar dümpelnden 'Flamingo' noch gescheitert war: Ohne jedwede Scham knietief in allen Geschmacklosigkeiten der 1980er zu baden, ohne dabei abzusaufen.










