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Die aus der Konkursmasse von Beastmilk hervorgegangenen Grave Pleasures werden mit ihrem glatt abliefernden Debütalbum wohl mühelos dafür sorgen, dass ihr Majorlabel das Signing der Finnen nicht bereuen wird. Darüber hinaus verdeutlicht 'Dreamcrash' allerdings vor allem, wieviel - oder eher: wie wenig - 'Climax' ohne seine aus der qualitätsschwankenden Masse hervorstechenden Hits wert wäre.
Der elegante Softrock des 201er Albums 'Kaputt' hat Dan Bejar und seine Band nach knapp eineinhalb Jahrzehnten des Geheimtippdaseins schlagartig ins Rampenlicht befördert und damit auch Möglichkeiten aufgetan, die 'Poison Season' nun erntet: Destroyer zelebrieren ihren schönklingenden Wohlfühl-Pop formvollendet.
Einen treffenderen Titel hätten Dreadnougt ihrem Zweitwerk kaum geben können: Auf 'Bridging Realms' verfeinert das Quartett aus Colorado sein rudimentär inmitten von Folk, Progressive Rock, Doom und Post-(Black)-Metal zwischen allen Stühlen schwebendes Stilamalgam noch einmal.
Das hinter seiner anmutig-bedrückenden Ästhetik todtraurige Artwork spricht stille Bände: 2013 verstarb Caspian-Bassist Chris Friedrich vollkommen unerwartet. 'Dust and Disquiet' fasst aus dieser Ausgangslage heraus jedoch nicht nur den Mut weiterzumachen, sondern hebt den Postrock der Amerikaner mit einer gefassten Aufbruchstimmung gar auf ein neues Level.
Slayer hatten in den sechs Jahren seit 'World Painted Blood' mit starken Turbulenzen zu kämpfen, haben sie doch nach 28 gemeinsamen Jahren nicht nur die Trennung von Produzent Rick Rubin und den Labelwechsel zu Nuclear Blast vollzogen, sondern vor allem auch ihre halbe Stammbesetzung verloren.
Der 29 Jährige Kalifornier Brandon Anderson Paak war der wahrscheinlich größte Gewinner auf Dr. Dre's Comebackalbum 'Compton'. Dass sein Debütalbum unter eigenem Namen aus dem Oktober 2014 nun auch endlich seinen Weg nach Europa gefunden hat, ist insofern eine ebenso logische wie feine Konsequenz.
Überraschungen abseits der etablierten Komfortzone sind nicht das Ding von 'Boysetsfire'. Aber Hey - für stilistische Expansionen und persönliche Innovationen hat sich Nathan Gray ohnedies sein freigeistiges Soloprojekt und die Hassprojektionsfläche I am Heresy geschaffen.
Max Richter spricht bei 'Sleep' absolut stimmig von seinem "persönlichen Wiegenlied für eine hektische Welt", einem "Manifest für eine langsamere Gangart des Lebens". Auch der einstündige Ausschnitt 'From Sleep' zeigt den britischen Komponisten dabei vor allem als Meister der stimmungsvollen Atmosphärearbeit.
Mit der Speerspitze aus dem regelrecht brachial Druck machenden Titeltrack und dem unmittelbar in einen spielerischer-tänzelnden Hit verfallenden 'Mountain at My Gates' haben Foals bereits im Vorfeld ihres vierten Studioalbums klargemacht, zu was für einer kraftvollen, konsenstauglichen Rockband sich die einst so hektischen Mathfrickler längst ausgewachsen haben.
Unverhofft kommt oft. Die Premiere des Festivalklassikers Nuke am Grazer Messegelände war eigentlich keine Option im persönlich Festivalkalender. Mit 80 Euro für einen Tag recht teuer, die österreichischen Senkrechtstarter Wanda und Bilderbuch zugunsten namhafter deutscher Bands am frühen Nachmittag platziert und 24.000 Menschen am relativ kleinen Messegelände; allesamt Gründe das Festival auszulassen. Doch Fortuna (und Merchzilla) sei Dank, gewonnene Karten ermöglichten doch noch ein ebenso hochsommerliches wie chaotisches Festivalvergnügen.










![Nuke Festival [29.08.2015: Messe, Graz] Nuke Festival [29.08.2015: Messe, Graz]](https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2015/09/ffe55241-72fd-4f0d-a30e-5c413ddcb89e1.png?resize=205%2C205&ssl=1)