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"Are you a pusher/ Or are you a puller?" fragen alt-J vor perlenden Lagerfeuer-Akustikgitarren und schmiegen sich abseits des Momentums in Samthandschuhe: "I pull the weight towards me". Dabei positionieren sich die nunmehr als Trio firmierenden Mercury Prize-träger mit dem Nachfolger ihres Sensationsdebüt vor allem als Drifter, die auf 'This is All Yours' mit geschlossenen Augen durch ihre schlauen Indie-Konstruktionen schweben.
Nun auch in physischer Form erhältlich: zwei bereits im Frühling für kurze Zeit digital veröffentlichte Outtake-Brocken aus den 'Phantom Limb'-Sessions, die die rasenden Grindcorekaiser Pig Destroyer auf ihre zermürbende Slo-Mo-Seite ausgebremst zeigen.
Manuel Normal, bekannt durch seinen zweiten Platz beim FM4-Protestsongcontest 2007, liefert mit seinem mittlerweile dritten Album 'Normal is des ned' ein vielseitiges Werk ab, in dem vor allem eines im Mittelpunkt steht: der Mühlviertler-Dialekt.
Im Interview Anfang Juni hat uns Sänger und Gitarrist Zock 'Burden Calls' als „die mit Abstand spannendste Platte“, die Astpai bis jetzt gemacht hat, angekündigt. Ein riskantes Versprechen, das die Erwartungen bereits im Vorfeld hoch gehalten hat. Doch er sollte Recht behalten, denn die Wiener Neustädter liefern mit ihrer mittlerweile fünften LP melodischen Punkrock vom Feinsten.
Die Beinahe-Oscar-Preisträgerin entschädigt im Alleingang für die käsigen letzten beiden Yeah Yeah Yeahs-Alben: 15 intim-romantische LoFi-Folk-Songskizzen mit gebrochenem Herzen, die ungefähr dort weitermachen, wo 'KO at Home' ungewollt ans Tageslicht gespült wurde.
Mike Hadreas ist zurück und bringt mit 'Too Bright' einen frischen Wind in die Sache. Wer eine Fortsetzung der melancholisch schönen Pianosongs erwartet hat, liegt zwar nicht gänzlich falsch, denn Perfume Genius widmet sich nach wie vor Themen wie Homophobie und Identitätswirren, allerdings wesentlich zorniger als bisher. Aber auch der Sound hat sich verändert: Das Piano muss (großteils) weichen, stattdessen lauscht man poppig-schimmernder, sowie dunkler Elektronik. Es ist eine akustische Verlagerung, die ob der Erwartungen verschrecken kann, aber durchaus auch Hörer gewinnen wird.
Ein Schritt zurück, zwei nach vorne: Earth entfernen sich vom Cello-schwangeren Folk-Hypnotismus der 'Angels of Darkness, Demons of Light'-Phase und heben den bedrohlich glimmernden Americana-Doom ihrer Comebackplatte 'Hex; Or Printing in the Infernal Method' mit einer Handvoll Gästen auf eine neue Ebene.
„We got lost on the right way” Das stellen die Jungs von Deadends auf ihrer aktuellen EP ‘choices.’ fest. Am richtigen Weg sind die Vier auf jeden Fall, denn nach nicht mal einjährigem Bestehen haben sie sich in der Grazer DIY-Punk-Szene bereits einen Namen gemacht. Heavy Pop hat sich mit Vik (Vocals, Gitarre) und Brandy (Bass) getroffen, um über ihre Entstehung, amerikanische Labels und Kassetten zu plaudern.
Ein Album, das demonstrativ alle Last von den Schultern fegt, das viele dem New Yorker-Trio so wohl auch gar nicht mehr zugetraut hätten: Interpol behalten die Klangästhetik des sich selbst kasteienden (und gerne unterschätzten) Vorgängerbrockens bei, schreiben darunter aber so viele potentielle (Uptempo-)Singles wie seit 'Antics' nicht.










