Suche nach: touche amore
Keine Behauptung, für die es sich weit aus dem Fenster zu lehnen gilt: Modern Life is War und vor allem ihre Blaupause 'Witness' haben der aktuellen Elite des jungen, modernen, melodischen Hardcore rund um Touché Amoré, Defeater und Konsorten mitunter den Weg geebnet. Nach unzähligen Durchgängen eigentlich ebenso wenig streitbar: 'Fever Hunting' ist nur unwesentlich weniger stark als der monolithische Band-Zenit von 2005 ausgefallen und zumindest das zweitbeste Album der wiederbeleben Karriere der Band aus Iowa.
Touchè Amorè-Schlagzeuger Elliot Babin macht im Kurzformat beinahe nahtlos dort weiter, wo er Ende letzten Jahres so kurzweilig mit dem selbstbetitelten Dad Punchers-Einstand debütiert hat: bei sympathisch unspektakulären Indierockkleinoden mit zeitlosem Emo-Collegerock-Anstrich - "Bummer Punk".
Mittlerweile gefühltermaßen eher die Regel als die Ausnahme: der schier unüberblickbaren Schwemme an Veröffentlichungen zum alljährlichen Record Store Day begegnen einige Plattenläden bereits eingangs mit unverschämten Preisen, die finanziell zumeist freche Weiterverwertung via Ebay, Discogs und Co. ist dann der zusätzliche Faustschlag für Fanherzen und Brieftaschen. Hinter diesem fahlen Beigeschmack gab es aber auch dieses Jahr wieder zahlreiche Must-Haves, obskure Sammlerstücke und verzichtbare Veröffentlichungen zu ergattern. Der Record Store Day 2013 in augewählten Kurzbetrachtungen:
Man darf dem auf die aufsehenerregende 'Die Stadt gehört den Besten'-EP folgenden Marathonmann-Debütalbum phasenweise schon eine dezente Formelhaftigkeit im Songwriting attestieren um letztendlich doch feststellen zu müssen: viel falsch machen die vier Münchner auf dem mitreißenden 'Holzschwert' trotzdem - oder sogar gerade deswegen - absolut nicht.
Wollten Sparta mit 'Wiretap Scars' vielleicht das Album aufnehmen, dass The Casket Lottery mit hier zum eigentlich bereits vierten Mal gelingt? Egal: 'Real Fear' ist ein wunderbares Sammelsurium aus emotionalen Post-Hardcore-Brocken, das sich ganz beiläufig zahlreiche Synthie-Flächen einverleibt und dabei als ausgebuffte Hitsammlung entpuppt.
Ganz den aktuellen Trends folgend ist 'Our Home is a Deathbed' wenig aufsehenerrehgendes Treibgut, dass 'The Wave' angespült hat: hinter dem mit diesem Titel prolongierten Metalcore Album verbirgt sich eine bestenfalls solide Hardcore Platte.
Im Rückspiegel hinterlässt 2011 ein ereignisreiches Musikjahr: zahlreiche große Bands haben sich getrennt, nicht wenige ehemals wichtige Gruppierungen entern wieder die Bühnen. Am längsten währen werden jedoch vermutlich die Eindrücke jener Alben, die in den vergangenen zwölf Monaten auf Tonträger gebannt wurden.
heavypop.at präsentiert seine 50 liebsten Albumveröffentlichungen 2011:
Jeremy Bolm ist der Mann hinter dem Mikro bei den LA Hardcore Sekrechtstartern Touché Amoré. Und seit neuestem auch Labelchef: Mit 'Secret Voice' erfüllt sich Bolm nicht nur einen lang gehegten Wunsch, sondern fördert nebenher auch noch das Gemeinschaftsgefühl unter den Käufern.









