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Wenn Mitglieder der Indie-Darlinge The National und Menomena sich für eine Band zusammenschließen, liegt der Begriff Supergroup von Haus aus auf der Zunge - selbst, wenn sich das Projekt um die Vorliebe aller Beteiligten am Gartenbau dreht.
Mit der Entscheidung, ausgerechnet deren Produzent Chris Coady als Betreuer ihres Drittwerks anzuheuern, werden die längst zur Tagesordnung gehörenden Vergleiche von Lower Dens mit Beach House sicherlich nicht schwinden - Im Gegenteil. Wo sich 'Escape From Evil' den Gemeinsamkeiten mit dem Dreampop-Duo aber noch deutlicher aussetzt als seine beiden Vorgänger, stehen am Ende die bisher strahlendst auf den Punkt kommenden Kompositionen von Lower Dens.
Mehr als nur ein netter Nebenprojekt-Zeitvertreib bis zur nächsten ...and You Will Know us by The Trail of Dead-Platte: Autry Fulbright holt sein altes Projekt aus der Mottenkiste und huldigt im Bandquartett mit Jason Reece und namhaften Unterstützern zahlreichen Vorbildern unter dem sphärischen Krautrockbanner - leistet darunter aber vor allem Trauerarbeit.
Im reaktionären Musikkosmos von Oberproll Liam Gallagher ist 'BE' ein geradezu progressives Werk geworden, dass sich phasenweise weiter hinaus wagt, als beinahe alles, woran der egozentrische Bandleader seit 'Be Here Now' beteiligt war. Einsortieren lässt sich das zweite Beady Eye Album natürlich trotzdem problemlos in jede stiltreue Britpop-Plattensammlung.
Obaro Ejimiwe alias Ghostpoet macht im stillen Kämmerlein dort weiter, wo ihm das überraschende Debütwerk 'Peanut Butter Blues and Melancholy Jam' begeisterte Kritiken und eine Mercury Prize Nominierung beschert hat. Dem hypnotischen Beat-Rausch 'Some Say I So I Say Light' geht auf die volle Distanz von 53 Minuten leider dennoch gelegentlich die Luft aus.
Was haben Fiona Apple, DMX, Neurosis und Pig Destroyer gemeinsam? Auf den ersten Blick natürlich nichts und auch auf den zweiten abseits ihres Musikerdasein wenig, aber richtig: 2012 haben sie alle – oder werden zumindest noch - nach zumindest einem halben Jahrzehnt Wartezeit wieder neue Alben veröffentlicht. Und natürlich, die Zeit, in der Musiker mehrere Veröffentlichungen pro Jahr hatten, ist spätestens seit den 80ern bis auf wenige Ausnahmen ohnedies vorbei - manch eine Veröffentlichung lässt trotzdem verdammt viel Zeit.
Vier Jahre und einen Vokalwechsel nach dem durch die Decke gehenden Debütalbum legt Santi White nach. 'Master of My Make Believe' will nicht den Trends vorwegmarschieren wie 'Santogold', sondern funktioniert als Reflektion der aktuellen Musiklandschaft im breiten Sprektrum.
Neo-Cardiacs-Frontmann Mike Vennart schwärmt ausführlich über das zehnte Biffy Clyro-Studioalbum. Warum das so ist, deutet Futique - Future Antique - allerdings eher an, als dass es diese Vorschusslorbeeren tatsächlich erntet.
"I should burn in hell/ But I don't deserve this/ Nobody deserves this." Ach was - nach seinem Solo-Debüt Heavy Metal führt Cameron Winter seine eierlegende Wollmilchsau Geese mit Getting Killed zum Wohle aller zu neuen Höhen.
Knapp acht Jahre nach dem Zweitwerk Bright Wide Colder (respektive elf nach ihrem Debüt Fake Lights) engen Last Leaf Down ihre an sich so einnehmende Melange aus Shoegaze und Postrock auf Weight of Silence leider ein gutes Stück weit abseits der bisherigen Vorzüge ein.










