Zao – Pillars
“Thank you, Abnegation. Thank you, Puritan. Thank you, Passover. Thank you, Creation Is Crucifixion. Your influence still echoes.”: Zao verneigen sich auf Pillars vor vier 90er-Szene-Band.
Nein, da stimmt so nicht ganz. Oder zumindest greift es zu kurz. Schließlich macht sich die weiterhin aktuelle Zao-Inkarnation – Dan Weyandt (Vocals) und Gitarrist Russ Cogdell neben Scott Mellinger, Bassist Martin Lunn sowie Drummer Jeff Gretz – das Fremdmaterial viel mehr ansatzlos zu Eigen.
Gleich The Data Body (von Creation Is Crucifixion, die seinerzeit übrigens ein Gründungsmitglied namens Mellinger in ihren Reihen hatten) wird in den anachronistischen Trademark-Metalcore der in Pennsylvania beheimateten Band übersetzt, wo die Auslage zwischen einer pummeligen Heaviness und schlenzend am Gaspedal stehenden Schüben variiert, bis ein schleppender Mitgröhlpart aus dem Morast gezogen wird.
Since Birth (Passover) wird ein die sludgigen Wurzeln des Originals assimilierender, hässlich fauchender Call-And-Response Brocken in Thou-Manier und Indoctrination (von Puritan, aus denen nebenbei bemerkt später Pissgrave hervorgingen) eine in Kerosin getauchte Stop-And-Go-Rangelei. Die Abnegation-Nummer Hopes Of Harmony macht dann den Closer und zeigt viel Bandbreite, indem Zao in punkigen Salven riffgeil galoppier und für einen fast midtempo-thrashigen Exkurs auf die Bremse treten, um den Slo Mo doch nicht stoisch ausbluten lassen zu wollen.
Dass Zao damit allen vier Songs (auch entlang der fabelhaft rohen Produktion) als Einheit eine Homogenität verleihen und zudem für einen runden Spannungsbogen sorgen, macht Pillars freilich noch besser.
Es passt in seiner Konsequenz aber auch ideal zur hingebungsvollen Art, die Dan Weyandt hinsichtlich der Beweggründe hinter diesem 13 Minuten starken Kurzformat artikuliert: „These four bands/songs influenced us in ways that run deeper than I can fully explain. The riffs, the rhythms, the way songs were built, the urgency and style of the vocals, the conviction and chaos on stage—so much of what found its way into us all started here with them. Our Western Pennsylvania Big Four. They were pillars of a scene that felt like a lightning strike in the mid-to-late ’90s. Something very rare and powerful that formed in our area and changed the course of our lives. That scene didn’t just inspire us, it also brought us all together. Without it, and without these bands, without these songs, there never would have been the “Blood & Fire”-era of Zao, or anything from us that followed. So this is our small way of saying thank you. Of stepping back into these songs for a moment. Of honoring the foundation.“


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